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 Binissalem
 
 
 © Klaus Siepmann    
Kirche "Nostra Senyora de Rubines"  
Der Großteil dieser Gemeinde liegt im flachen Teil Mallorcas. Der nördliche Teil grenzt an den Ausläufern der Serra de Tramuntana, so dass man hier zwei komplett unterschiedliche Landschaften geniesst. Im nord-westlichen Teil befindet sich Olivenbaum-bepflanzung, die sich dem Puig de Bellveure entlang aufreiht. Dagegen steht des Rest der Gemeinde, der sich in das Tal von Inca hineinstreckt, und sich durch einen fruchtbaren Boden auszeichnet.

Dieser Teil Mallorcas ist landschaftlich nicht besonders hervorzuheben, denn hier sind nur Bodenflächen aneinandergereiht, an denen Wein und Getreide angebaut wird. Durch das unterirdische Wasservorkommen ist dieses Gebiet fruchtbar und man kann höchstens große Grünflächen bewundern.


Dorf und Bewohner

Die Gemeinde Binissalem hat eine Fläche von 29,8 km² mit 4.885 Einwohnern (1996). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 163,9 Personen pro km². Drei niedrigere Berge gehören zu dieser Gemeinde, wobei Penyal des Bous mit 408 m der höchste ist, und Sa Talaia mit 309 m der niedrigste.

1991 waren 87,91% der Einwohner Mallorquiner, 10,17% kamen aus anderen spanischen Provinzen und nur 1,93% waren Ausländer. Die höchste Einwohnerzahl wurde 1981 mit 5.063 Einwohnern notiert. Die Zahl der ausländischen Residenten hat aber in den letzten Jahren zugenommen.

Der Name Binissalem stammt aus dem arabischen Namen "Banu Salam" oder "Banu Salim", was so viel heißt wie "Söhne des Friedens" oder "Söhne des Salim". Der Name Binissalem wurde in dieser Form erstmals im XVI Jahrhundert vermerkt.

Wochenmarkt:
Freitags ist Wochenmarkt auf dem Kirchplatz.

Weinbau

Binissalem ist die mallorquinische Hauptstadt des Weins. Der Wein aus dieser Region ist als einziger der Insel durch die Ursprungsbezeichnung "Denominación de origen" geschützt. Urkunden zufolge wurde hier bereits im 14. Jh. In beträchtlichem Umfang Wein gekeltert. Die Weinproduktion stieg erheblich im XIX. Jahrhundert, nachdem die Reblaus aus Amerika nach Frankreich eingeschleppt worden war und dort viele Weinberge vernichtete. Der Aufschwung wurde gebremst, als um 1900 die Reblaus auch auf Mallorca auftrat. Fast alle Rebkulturen fielen diesen Schädlingen zum Opfer. Erst nach der Einführung der resistenten, jedoch als minderwertig geltenden Amerikanerrebe, begann der Weinbau wieder aufzuleben.

Erst in den 80ger Jahren begann sich der Qualitätsgedanke im Weinbau wieder durchzusetzen, nicht zuletzt bedingt durch die touristische Nachfrage. Die Amerikanerrebe ist heute praktisch verschwunden. Auf den 1200 ha Anbaufläche, die sich zum größten Teil in dieser Gemeinde befinden, werden heute hochwertige Weine angebaut.

Sehenswürdigkeiten

Die größten Kunstschätze dieser Gemeinde sind ohne Zweifel die Gebäude in der Gemeinde Binissalem. Der Großteil der Bauten sind mit dem Binissalem Stein aus der Gegend gebaut. Es können auch Weinkeller besichtigt werden, die aus dem Binissalem Stein gebaut sind. Die Einheit dieser Gebäude und Keller geben ein beeindruckendes Gesamtbild ab, ausgehend von der Kirche "Nostra Senyora de Rubines". Rubines war auch der Name der Stadt Binissalem in der Zeit vom XIII bis zum XVI Jahrhundert.

Feste

Gefeiert wird Sant Jaume (Dorffest): 25 Juli,
Fideus des Vermar, am Donnerstag vor der Weinlese und Festa des Vermar, letzten Sonntag im September.



 
  
 
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