Der Großteil dieser Gemeinde liegt
im flachen Teil Mallorcas. Der nördliche Teil grenzt an den Ausläufern
der Serra de Tramuntana, so dass man hier zwei komplett unterschiedliche
Landschaften geniesst. Im nord-westlichen Teil befindet sich Olivenbaum-bepflanzung,
die sich dem Puig de Bellveure entlang aufreiht. Dagegen steht des Rest
der Gemeinde, der sich in das Tal von Inca hineinstreckt, und sich durch
einen fruchtbaren Boden auszeichnet.
Dieser Teil Mallorcas ist landschaftlich nicht besonders hervorzuheben,
denn hier sind nur Bodenflächen aneinandergereiht, an denen Wein
und Getreide angebaut wird. Durch das unterirdische Wasservorkommen
ist dieses Gebiet fruchtbar und man kann höchstens große
Grünflächen bewundern.
Dorf und Bewohner
Die Gemeinde Binissalem hat eine Fläche von 29,8 km²
mit 4.885 Einwohnern (1996). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte
von 163,9 Personen pro km². Drei niedrigere Berge gehören
zu dieser Gemeinde, wobei Penyal des Bous mit 408 m der höchste
ist, und Sa Talaia mit 309 m der niedrigste.
1991 waren 87,91% der Einwohner Mallorquiner, 10,17% kamen aus anderen
spanischen Provinzen und nur 1,93% waren Ausländer. Die höchste
Einwohnerzahl wurde 1981 mit 5.063 Einwohnern notiert. Die Zahl
der ausländischen Residenten hat aber in den letzten Jahren
zugenommen.
Der Name Binissalem stammt aus dem arabischen Namen "Banu Salam"
oder "Banu Salim", was so viel heißt wie "Söhne
des Friedens" oder "Söhne des Salim". Der Name
Binissalem wurde in dieser Form erstmals im XVI Jahrhundert vermerkt.
Wochenmarkt:
Freitags ist Wochenmarkt auf dem Kirchplatz.
Weinbau
Binissalem ist die mallorquinische Hauptstadt des Weins.
Der Wein aus dieser Region ist als einziger der Insel durch die
Ursprungsbezeichnung "Denominación de origen" geschützt.
Urkunden zufolge wurde hier bereits im 14. Jh. In beträchtlichem
Umfang Wein gekeltert. Die Weinproduktion stieg erheblich im XIX.
Jahrhundert, nachdem die Reblaus aus Amerika nach Frankreich eingeschleppt
worden war und dort viele Weinberge vernichtete. Der Aufschwung
wurde gebremst, als um 1900 die Reblaus auch auf Mallorca auftrat.
Fast alle Rebkulturen fielen diesen Schädlingen zum Opfer.
Erst nach der Einführung der resistenten, jedoch als minderwertig
geltenden Amerikanerrebe, begann der Weinbau wieder aufzuleben.
Erst in den 80ger Jahren begann sich der Qualitätsgedanke
im Weinbau wieder durchzusetzen, nicht zuletzt bedingt durch die
touristische Nachfrage. Die Amerikanerrebe ist heute praktisch verschwunden.
Auf den 1200 ha Anbaufläche, die sich zum größten
Teil in dieser Gemeinde befinden, werden heute hochwertige Weine
angebaut.
Sehenswürdigkeiten
Die größten Kunstschätze dieser Gemeinde
sind ohne Zweifel die Gebäude in der Gemeinde Binissalem. Der
Großteil der Bauten sind mit dem Binissalem Stein aus der
Gegend gebaut. Es können auch Weinkeller besichtigt werden,
die aus dem Binissalem Stein gebaut sind. Die Einheit dieser Gebäude
und Keller geben ein beeindruckendes Gesamtbild ab, ausgehend von
der Kirche "Nostra Senyora de Rubines". Rubines war auch
der Name der Stadt Binissalem in der Zeit vom XIII bis zum XVI Jahrhundert.
Feste
Gefeiert wird Sant Jaume (Dorffest): 25 Juli,
Fideus des Vermar, am Donnerstag vor der Weinlese und Festa des
Vermar, letzten Sonntag im September.