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 Petra
 
 
 © Ajuntament de Petra    
Petra - Kirchturm  
Kleines Landstädtchen mit viel Charme. Die rechtwinkligen verlaufenden Straßen sind von alten Häusern aus goldbraunem Bruchstein gesäumt. Alles in allem wirkt Petra verschlafen und fern jeder Hektik. In der Umgebung wachsen die Trauben für einen sehr guten Weißwein.

Eigentlich wäre Petra ein Städchen wie viele andere im Landesinneren. Die engen Gassen, ausgehend von der Hauptstrasse Carres Major, zeugen mit ihrer schachbrettartigen Anlagen von planmäßiger Gestaltung. Die Umgebung voll wogender Weizenfelder, im Ort Reparaturbetriebe für Landmaschinen. Zu erwähnen wären vielleicht einzig noch die Vorkommen an Sandstein, denen Petra ( " Stein ") seit der Römerzeit seinen Namen verdankt. Doch ist Petra durchaus etwas Besonderes.

San Francisco ?

 
 © Ajuntament de Petra    
Gasse  
Von hier stammt der Mann, der san Francisco gründete. Aus Petra stammt der Franzikaner Frau Junipero Serra, der als Gründer San Francisco gefeiert wird. Am 24. November1713 geboren, war der Bauernsohn schon im Alter von 16 Jahren dem Franzikanerorden beigetreten. Er studierte und predigte in Palma und fuhr 1747 mit seinen Ordensbrüdern nach Mexico. Insgesamt 24 Missionsstationen und Klöster stehen am Lebensweg diesen frommen Mannes. Viele von ihnen entwickelten sich im Laufe der Zeit zu Städten, die immer noch ihre klingenden spanischen Namen tragen: San Diego, Los Angeles Santa Barbara....

Junipero Serra starb 1784 in Kalifornien und wurde im November 1988 seliggesprochen. Seine Büste steht im Kapitol in Washington, umgeben von anderen Helden der amerikanischen Nation. In Petra ist der Missionar allgegenwärtig. Am nördlichen Rand des Ortes steht die Pfarrkirche Sant Pere, vom 16. bis ins 18. Jh. Auf den Grundmauern eines älteren Gotteshauses errichtet. Zur reichen Innenausstattung zählt auch das Taufbecken, über das der Neugeborene gehalten wurde. Über den Carrer Major gelangt man zum Convent de Sant Bernadi, 1607 gegründet und Sitz der Klosterschule des jungen Serra. Vor dem Gebäude erinnert ein Denkmal an verschiedenen Stationen in seinem Leben. Vom Konvent führt der Carrer Frey Junipero westwärts, vorbei an einer Reihe von Kachelbildern der verschiedenen Missionen, zum Geburtshaus und Museum des Franzikaners. Casa Natal i Museu Junipero Serra: Das Geburtshaus Serras steht im ältesten Teil des Ortes, dem Viertel Barracar Alt. Ganz in der Nähe beherbergt ein erst 1959 errichtetes Haus ein Museum, das sich anhand von Landkarten, Gemälden und Dokumentationen dem Leben des Missionars widmet. Zum Besuch muß man sich in dem nur wenige Schritte entfernten Haus am Carrer P. Miguel de Petra 2 (Tel.971561149) anmelden; eine Tafel am Eingang weist den Weg. Der Eintritt ist frei, eine Spende ist gerne gesehen.


Sehenswert

Museu Juniper Serra:
Carrer Barracar/Fray Juniper Serra, Tel. 56 10 28, an der Tür ist ein Hinweis, wo man den Schlüssel zum Museum abholen kann. In dem kleinen Museum befinden sich Erinnerungsstücke an den in Petra geborenen Franziskanerpater Fra Juniper Serra. Der Pater sollte >Stadtgeschichte< schreiben. Er gründete Mitte des 18.Jh. im heutigen Kalifornien 21 Missionstationen. Aus diesen Stationen gingen Millionenstädte wie San Francisco, San Diego oder Monerey hervor.

"Kathedrale der Berge" nennt man das Kloster Bonany, wenige Kilometer außerhalb von Petra


Feste

Festa de Beat Junipero Serra, am dritten Sonntag im September, Umzug geschmückter Wagen zu Ehren des seligen Missionars.
Santa Praxedes (21. Juli).
Festa dels Angels (2./3. Aug).


 
  
 
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