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DIE DEUTSCHE WOCHENZEITUNG FÜR MALLORCA |
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Merkel macht den Anfang |
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Zum Jahresbeginn kommt die Bundeskanzlerin zu ihrem ersten offiziellen Besuch nach Mallorca. Auch sonst verspricht 2008 eine ganze Reihe von Neuerungen. Wichtige Bauprojekte stehen an, die Spanier wählen eine neue Regierung und die DFB-Elf kommt zur EM-Vorbereitung VON JONAS MARTINY |
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Mallorca. Was das nächste Jahr an Gutem und an Schlechtem bereithält, muss sich erst noch zeigen. Manches aber steht schon fest. So wird 2008 länger dauern als 2007: Das kommende Jahr ist ein Schaltjahr, der Februar hat 29 Tage. Außerdem hat die Unesco 2008 zum Jahr der Kartoffel erklärt und Michael Jackson feiert seinen 50. Geburtstag. Klar ist auch, dass sich auf Mallorca einiges tun wird. Die Balearen-Regierung will den Nahverkehr entscheidend voranbringen, aber auch neue Straßenbauprojekte stehen an. Die Bundeskanzlerin kommt zu ihrem ersten offiziellen Besuch auf die Insel – wie auch Jogi Löws Fußball-Nationalmannschaft, die anschließend während ihres Auftritts bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz für ausgelassene Feierstimmung an der Playa de Palma sorgen dürfte. Auch auf politischer Ebene stehen wichtige Entscheidungen an.
Bauprojekte
Eigentlich schon im Jahr 2007 beginnen sollten die Arbeiten am geplanten Kongress-Zentrum in Palma. Die Umgestaltung der ersten Meereslinie von Palmas südöstlicher Innenstadt hat aber für viele Diskussionen gesorgt und so wird der Bau nun also erst 2008 beginnen. Ein noch umfangreicheres Projekt aber wird die Straßenbahnlinie, die Palma und den Flughafen verbinden soll. Auch hier dürften im nächsten Jahr die ersten Bagger rollen. Gleiches gilt für die Vía Cintura, die durchgängig einen dritten Fahrstreifen bekommen soll, um das tägliche Verkehrschaos zu beheben. Ob der zweite Autobahnring um Palma schon in Angriff genommen wird, ist dagegen noch offen. Als sicher gilt allerdings, dass die Metro im April wieder den Verkehr aufnimmt – nach langen Monaten, in denen die Baumängel des Prestigeprojekts behoben wurden. Zumindest eine Entscheidung fallen soll im Februar über die Zukunft der Playa de Palma.
Politik
Auswirkungen auf Mallorca könnte der Ausgang der spanischen Parlamentswahl am 9. März haben. Sollte der Sozialist José Luis Rodríguez Zapatero nicht wiedergewählt werden, würde die Mitte-Links-Regierung auf den Balearen ihren Verbündeten in Madrid verlieren. Große Aufmerksamkeit dürfte auch dem Prozess um den ehemaligen Bürgermeister von Andratx zuteil werden, dem Korruption und Verstöße gegen das Baurecht vorgeworfen werden. Zwar steht noch immer kein genauer Termin fest, es gilt aber als sicher, dass der Fall, der international für Aufsehen sorgte, demnächst vor Gericht kommt.
Prominenz
Dass auch im kommenden Jahr allerlei mehr oder weniger Prominente die Insel besuchen dürften, ist unstrittig. Dabei ist erstmalig auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich aller Voraussicht nach am 31. Januar mit dem spanischen Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero auf Mallorca zum Zweiergipfel treffen wird. Den letzten Schliff vor der Fußball-EM will sich das deutsche Nationalteam im Süden holen und so ist das Trainingslager auf Mallorca fester Bestandteil der Turniervorbereitung. Der DFB-Tross landet am 19. Mai und bleibt voraussichtlich für zehn Tage.
Großereignisse
Wenn die Kicker dann vom 7. bis zum 29. Juni in Österreich und in der Schweiz vor den Ball treten, wird an der Playa de Palma sicher wieder Partystimmung herrschen. Ganz so, wie es während der Weltmeisterschaft 2006 der Fall war. Sportliche Großereignisse werden auch die fünfte Auflage des TUI-Marathons in Palma (der Startschuss fällt am 19. Oktober) und die Segelregatta Copa del Rey sein, bei der traditionell auch König Juan Carlos höchstpersönlich am Steuerruder steht (26. Juli bis 3. August in der Bucht von Palma). Zwischen dem 11. und 14. September findet zum dritten Mal das Western-Festival in Palmas Stierkampfarena statt. Mallorca Magazin
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Kunst unterm Baum |
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Präsente mit Wertgewinn VON GABRIELE KUNZE / Mallorca Magazin |
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Mallorca - Eine Skulptur statt der alljährlichen Socken, ein Bild anstelle eines Diamanten. Weihnachten ist die Zeit des Schenkens; Weihnachten ist damit auch die Zeit für Kunst. Etliche der hiesigen Galerien haben sich genau darauf eingestellt und bieten um die Zeit des Christfestes Ausstellungen verschiedener Künstler, Kollektivausstellungen von Malern, Bildhauern, Zeichnern.
Wie etwa Miquela Nicolau im Espai d'art in Felanitx, Carrer Maior 84, die bereits zum zweiten Mal eine Ausstellung unter dem Motto „art nadal” zusammengestellt hat: In diesem Jahr nehmen mehr als 30 Künstler mit 230 Arbeiten teil. Sie bieten Malerei, Skulptur, Schmuck, Fotografie, bemalte Weinboxen, Kunstobjekte aus Stahl, Glas, Keramik oder Stoff. Alle Arbeiten sind Einzelstücke.
„Erlesenes zum Fest” nennt Bernardo Salleras in seiner Galerie Racó 98 in Sòller, Carrer Sa Lluna 14, eine Kollektivausstellung, die am 13. Dezember eröffnet wird. Zu sehen sind Skulpturen von Catalina Sureda und Bilder von Agnés Rodón, Dolores Comas, Luis Vidal, Maria Luisa Aguiló, Manuel Moure, Manfred Sukrow, Maria Antonia Cerdá und Toni Llabrés.
Ebenfalls in Sòller hat sich in den Räumen oberhalb des Wochenmarktes Carmen Celiá mit ihrem „Supermercart” etabliert. Sie zeigt preiswerte Arbeiten von rund 50 jungen Künstlern.
Bei ArteArtesanía in Sòller, Carrer Sa Lluna 8, werden Arbeiten von Mariana Alzamora und Dora Good präsentiert.
Der südafrikanische Maler Max Cantrell erfindet die Klassik neu. Unter dem Titel „Renaissance” verpasst er alten Meistern wie Botticelli oder Fra Filippo Lippi ein Face-Lifting, als Collage, in Holz, Öl, Acryl oder allen Materialien, die er finden kann. Seine Arbeiten sind in Can Calet in Santa María, Plaça Hostals, zu sehen.
Unter dem Titel „Sonderbar, dass man sterben kann, wenn man liebt ...” eröffnet Theofilos Klonaris in der Galerie Kunsttachometer in Palma, Carrer Garita 44, am 14. Dezember eine Ausstellung mit Arbeiten von Marcela Böhm, Frank Lindenberg, Lars Reiffers und Rolf Schröder-Borm.
Von Weihnachtsrabatten bis Ende des Jahres ist die Rede bei der Ausstellung der Galeria de Arte Minkner Palma, Carrer Catalunya 5, bei der Arbeiten von Dagmar Adamski, Pol Kauka, Martin Kiefer, Karin Darby, Falco, Herbt Hundrich, Nina Nolte, Peter Thoms und Dimitri Vojnow zu sehen sind. Künstler der Galerie präsentiert Tres Temps in Palma, Costa de Santa Creu 14, mit Bildern von Gloria del Mazo, Klaus Zylla, Armin Goehringer, Hubertus Hess, Christine Herr-Topp, Isabel Pauer.
Hervorzuheben sind die Ansichten von Palma der australischen Künstlerin Shonah Trescott und die Holzskulpturen von Kristina Fiand und Ernst Gross, die an Stefan Balkenhol denken lassen. Es gibt viel zu sehen auf Mallorca zur Zeit, viele Anregungen für Weihnachtsgeschenke. Denn: Der Reiche kauft, der Schlaue tauscht, der Kluge leiht, der Weise schenkt. Mallorca Magazin
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16-jähriger Junge aus Guinea erstochen |
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Es soll um Streitigkeiten zwischen Jugendbanden gegangen sein Mallorca magazin |
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Mallorca - Palmas Polizei ist in Alarmbereitschaft: Zwei 14- und 17-jährige Brüder haben am Sonntagabend den 16-jährigen Eusebio Ebulabate aus Guinea mit vier Messerstichen getötet. Alle drei Jungen sollen Kontakt zu Jugendbanden gehabt haben, die bereits vielfach auffällig geworden sind: die „Bling Bling”, ein Zusammenschluss von Dominikanern und die „G.A.”, die aus Jugendlichen aus Guinea besteht. Die Polizei rechnet jetzt mit Akten der Vergeltung. Derweil hat das Jugendgericht verfügt, dass die beiden Täter neun Monate in ein Heim für Schwererziehbare müssen.
Vor Gericht betonte der Vater der Jungen, seine Söhne seien keine Banden-Mitglieder. Was er dagegen nicht ausschließen könne, sei, dass Freunde von ihnen darin organisiert wären.
Die Brüder haben ausgesagt, sie hätten in Notwehr gehandelt. Es soll am Sonntag zu mehreren Auseinandersetzungen, zuerst zwischen ihnen und Freunden des 16-Jährigen, dann am Abend zum tödlichen Streit mit Eusebio gekommen sein. Laut Aussage der Brüder ging Eusebio plötzlich auf den Älteren los, worauf der Jüngere versuchte, ihn mit vier Stichen davon abzuhalten. Das Messer habe er am Boden gefunden, sagte der 14-Jährige. Eusebio verblutete auf offener Straße. Freunde und Familie haben die Stelle nahe der Plaça de Toros in den letzten Tagen in ein Blumen- und Kerzenmeer verwandelt.
Mallorca Magazin
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Palma strahlt mit gutem Gewissen |
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Mehr Energiesparlampen installiert. Lichter gehen auch früher aus Mallorca Magazin |
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Mallorca - Palma strahlt in vollem weihnachtlichen Glanz – nimmt aber trotzdem mehr Rücksicht auf die Umwelt als früher. Am 5. Dezember, sechs Tage später als im Vorjahr, drückten zwei Kinder im Beisein von OB Aina Calvo vor dem Rathaus den Schalter – und 57.000 Glühbirnen und Lichterketten sorgten für Ahs und Ohs.
Die „Verspätung” ist nicht der einzige Beitrag der Stadt für den Klimaschutz. Die Verwaltung hat beschlossen, die Weihnachtsbeleuchtung täglich zwei Stunden weniger einzuschalten als bislang (von 17.30 bis 21.30 Uhr, freitags und samstags bis 24 Uhr). Außerdem ist man mit dem Austausch der herkömmlichen Glühbirnen gegen Energiesparlampen vorangekommen. Inzwischen sind 40 von insgesamt 100 Straßen energiesparend illuminiert.
Die Einsparungen wurden weitgehend klaglos hingenommen. Der Einzelhandelsverband ist allerdings der Meinung, dass auch die großen Supermärkte ihre Weihnachtsbeleuchtung reduzieren sollten.
Einige Straßen haben eine gänzlich neue Deko erhalten, darunter Colón, Jaume II., Peraires, Aragón und Borne. 30 Mitarbeiter waren seit 18. Oktober damit beschäftigt, die Lichter zu installieren.
Mallorca Magazin
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Mallorcas grünes Gewissen |
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Miquel Àngel March hört als GOB-Sprecher auf VON JONAS MARTINY / Mallorca Magazin |
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Mallorca - Kaum jemand auf Mallorca dürfte so viele Feinde haben wie Miquel Àngel March. Klare Worte hat der 49-Jährige nie gescheut, und Rücksicht hat er selten genommen – auch nicht auf sich selbst. March ist Sprecher der größten mallorquinischen Umweltschutzorganisation, GOB, und seit mehr als 20 Jahren das grüne Gewissen der Insel. Vor allem die Auswüchse des Baubooms hat er immer wieder angeprangert. Jetzt gibt er sein Amt ab.
Wie eine Flucht sollte sein Abgang nicht aussehen, darum hört March erst jetzt auf. „Eigentlich sollte es schon vor Monaten soweit sein”, sagt er. Dann sah er sich jedoch einem ungeheuerlichen Vorwurf ausgesetzt: Ausgerechnet er soll auf seiner Finca bei Pollença illegal gebaut haben. Es gibt eine Anzeige, die Ermittlungen laufen. „Ich habe mich entschieden, auf diese Kampagne überhaupt nicht zu reagieren”, sagt March. „Das ist nichts weiter als Verleumdung.” Für die Renovierung eines uralten Hühnerstalls auf dem Finca-Gelände soll March keine Genehmigung gehabt haben, so der Vorwurf. Unsinn, sagt der Beschuldigte: „Ich bin sicher, dass die Ermittlungen eingestellt werden.”
Der GOB, der ursprünglich als Zusammenschluss von Vogelkundlern gegründet wurde, hat sich im Laufe der Jahre zur unumstrittenen Instanz in Umweltfragen entwickelt – und genießt einen hervorragenden Ruf, sowohl unter Mallorquinern, als auch unter Zugereisten, denen das Wohl Mallorcas am Herzen liegt. Und das ist auch ein Verdienst von March.
Welchen Stellenwert sich der GOB erarbeitet hat, zeigte sich spätestens vor einem Jahr, als die Umweltschützer eines der schwersten politischen Erdbeben der vergangenen Jahre auslösten: Der Korruptionsskandal von Andratx kam vor allem durch Recherchen und Anzeigen des GOB ans Tageslicht. March ließ sich vor den Bausünden des Küstenortes ablichten, March führte Journalisten zu den vermeintlich illegalen Baustellen, March beschuldigte den Bürgermeister. Kürzer ist die Liste seiner Feinde dadurch sicher nicht geworden. „Das bringt diese Arbeit nun einmal mit sich”, sagt er.
In Zukunft konzentriert sich March auf seinen Beruf als Geschichtslehrer. Er fühlt sich etwas erschöpft, räumt er ein. Sein Fazit der vergangenen Jahre fällt aber positiv aus. „Wir haben zur Sensibilisierung der Gesellschaft beigetragen. Ohne den GOB wäre die Zerstörung Mallorcas weiter fortgeschritten.” Als die größten Erfolge wertet er den Schutz der Insel Sa Dragonera, des Naturstrandes Es Trenc und die Verhinderung der Autobahn Inca-Manacor.
„Es gab aber auch viele Enttäuschungen.” Die vorerst letzte war die Entscheidung der Balearen-Regierung, das neue Krankenhaus doch in Son Espases zu bauen – auf einem Grundstück, das der GOB unbedingt vor der Bebauung retten wollte. „Enttäuschend war vor allem, dass die Linksparteien ihr Versprechen nicht gehalten haben, das Krankenhaus nicht dort zu bauen.” Eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft ist laut March der Kampf gegen die Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe von Baugenehmigungen. Politiker oder Beamte, die Lizenzen erteilen und gleichzeitig selbst im Bausektor aktiv sind, dürfe es nicht länger geben. „Wir brauchen hier unbedingt klarere Vorschriften.”
Den Kampf muss der GOB nun ohne March weiterführen, auch wenn er sich in der zweiten Reihe weiter engagieren will. Die Nachfolge ist bereits geregelt: Seit mehreren Monaten arbeitet March Margalida Ramis ein. Die 31-jährige Physikerin aus Sa Pobla ist sich bewusst, dass sie ein schweres Erbe antritt: „Es kann keinen Ersatz für Miquel Àngel geben”, sagt sie, ist aber entschlossen, ihr Bestes zu geben. Dabei will sie auch die Gefahr nicht scheuen, die ihre neue Arbeit mit sich bringt. „Das Ziel des GOB ist nicht, dass wir uns Feinde machen. Wir verteidigen lediglich bestimmte Werte und dabei kommt es nun einmal zu Konflikten mit Einzelinteressen”, sagt Ramis. „Ich hoffe, dass ich mir nicht allzu viele Feinde mache.” Mallorca Magazin
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Die Jagd ist eröffnet |
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Verkehrssündern geht es auf Mallorca jetzt an den Kragen VON JONAS MARTINY / Mallorca Magazin |
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Mallorca - Lange Zeit ist Mallorca ein Paradies für Raser gewesen. Geschwindigkeitskontrollen gibt es hierzulande nur sporadisch. Damit scheint es jetzt vorüber zu sein. Zumindest an einigen Stellen. Seit einigen Tagen steht an der Via de Cintura ein fest installiertes Radargerät, auch an der Flughafen-Au tobahn und auf der Manacor-Schnellstraße wird offenbar neuerdings permanent kontrolliert. Zumindest weisen Hinweisschilder darauf hin.
Die Verkehrsbehörde auf den Balearen nimmt dazu jedoch nicht offiziell Stellung. Wie viele Radargeräte geplant sind, ist deshalb unklar. Genauso wie die Sinnhaftigkeit eines Messgeräts, das die Fahrzeuge von hinten aufnimmt, wie es zumindest am Génova-Tunnel zu sein scheint.
Die schärferen Kontrollen sind aber nicht allein auf die Geschwindigkeit be schränkt. Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit kündigt die Verkehrsbehörde auch ein strenges Vorgehen gegen Alkohol am Steuer an – in einer Jahreszeit, da täglich Dutzende von Betriebsfeiern stattfinden. Da der Alkohol bei diesen Anlässen üblicherweise in Strömen fließt, ist der Dezember einer der schwärzesten Monate in der jährlichen Unfallstatistik. Allein im Dezember der vergangenen Jahres starben auf Spaniens Straßen 237 Menschen.
Um diese Bilanz zu verbessern, wird die Polizei in den kommenden zwei Wo chen landesweit 200.000 Kontrollen durchführen – auch auf Mallorca. Würden die gesetzlichen Vorschriften zur Alkohol-Höchstgrenze eingehalten, könnten jährlich 1000 tödliche Verkehrsunfälle vermieden werden, schätzt die Verkehrsbehörde.
Mehr Kontrollen sind aber nicht die einzige Maßnahme, die die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen soll. Wie berichtet, ist seit Anfang Dezember ein neues Gesetz in Kraft, das für bestimmte Verkehrsvergehen drastische Strafen vorsieht. So drohen Rasern und betrunkenen Fahrern hohe Geld– und sogar Haftstrafen.
Wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften um 60 Stundenkilometer überschreitet, muss mit drei bis sechs Monaten Gefängnis oder einer Geldstrafe in Höhe von bis zu zwölf Monatssätzen rechnen. Gleiches gilt für diejenigen, die auf Autobahnen mit mehr als 200 km/h erwischt werden oder mehr als 1'2 Promille Alkohol im Blut haben. Bis zu zwei Jahre hinter Gitter muss, wer andere durch seine Fahrweise gefährdet. Eine Haftstrafe droht auch demjenigen, der sich weigert, eine Alkoholkontrolle durchführen zu lassen.
Allein in der vergangenen Woche sind auf Mallorca zwei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Bei dem Zusammenstoß mit einem Lastwagen in der Nähe von Felanitx starb der 60-jährige Fahrer eines Autos. In Coll den Rabassa kam ein 64-jähriger Fußgänger ums Leben, als ihn ein Auto überfuhr. Einen weiteren Unfall in Palmas Innenstadt überlebte eine 50-Jährige schwer verletzt. Sie war von einem Geländewagen angefahren worden. Mallorca Magazin
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Abgemagert und verwirrt |
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Nach elf Tagen ist Gerd Hundemer wieder aufgetaucht VON ANDREA RAU / Mallorca Magazin |
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Mallorca - Der vor knapp zwei Wochen als vermisst gemeldete Gerd Hundemer ist wieder aufgetaucht. Der Bruder des Einrichters aus Port d'Andratx erklärte gegenüber MM, dass der Zustand des 51-Jährigen sehr schlecht sei. Er selbst habe ihn nur kurz sprechen können, der Verlorengeglaubte sei vollkommen erschöpft.
Jetzt befindet sich Gerd Hundemer, seit rund 15 Jahren Resident in Port d'Andrax und Geschäftsführer des Einrichtungshauses Lambert & Projects, in ärztlicher Behandlung. Eine Therapie in Deutschland sei angedacht, sagte der Bruder. Elf Tage war der 51-Jährige wie vom Erdboden verschluckt gewesen.
Am 24. November hatte man ihn das letzte Mal gesehen, in den darauffolgenden Tagen blieb sein Ladenlokal geschlossen. Eine frühere Freundin und Nachbarn sahen besorgt in seiner Wohnung nach, fanden dort seine beiden Hunde bereits mehrere Tage alleingelassen, das Licht brannte, der Fernseher lief. Sie alarmierten Gerd Hundemers Bruder, der daraufhin nach Mallorca kam und tagelang die Insel nach dem Wagen des Vermissten absuchte, der ebenfalls verschwunden war.
Den grauen Lieferwagen fand die Polizei am Freitag, 9. Dezember, in der Nähe von Cap Blanc. Einen Tag später stand Hundemer plötzlich im Türrahmen einer Freundin in Llucmajor – deutlich verwirrt, ausgezehrt und abgemagert, am Rande seiner Kräfte.
Laut „Ultima Hora” hat Hundemer, der manisch-depressiv ist, nun mittlerweile bei der Guardia Civil ausgesagt, er sei in eine tiefe Depression gefallen. Dann sei er mit seinem Lieferwagen zum Cap Blanc gefahren, in der Absicht, sich das Leben zu nehmen. Doch letztlich sei er nicht fähig gewesen, sich von der Steilküste zu stürzen. Dann sei er so lange umhergeirrt, bis er schließlich in Llucmajor gelandet sei. Kurz nach seinem Auftauchen hatte er gegenüber der Zeitung noch über sein Verbleiben ausgesagt, er sei in den letzten Tagen „durch die Welt gereist.” Sein Bruder sagte im Gespräch mit MM, dass Gerd Hundemer selbst ihm gegenüber keine genauen Angaben über die elf Tage hätte machen können, weil er sich nicht mehr daran erinnere. Mallorca Magazin
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Bis April keine Metro |
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U-Bahn-Renovierung dauert doch länger Mallorca Magazin |
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Mallorca - Mindestens vier weitere Monate werden die Ausbesserungsarbeiten an Palmas Metro dauern. Das gab jetzt der balearische Verkehrsminister Gabriel Vicens (Bloc) bekannt. Gleichzeitig kritisierte er die konservative Vorgänger-Regierung scharf, deren Prestige-Projekt die U-Bahn war. Es sei „unverantwortlich” gewesen, die Strecke zur Uni noch vor der Regional-Wahl im Mai zu eröffnen. „Nur wegen eines öffentlichkeitswirksamen Fotos müssen die Bürger jetzt mit den Folgen leben”, sagte Vicens. Die Metroschächte laufen bei jedem Regen mit Wasser voll.
Laut Vicens hat die genaue Untersuchung der Schäden gezeigt, dass auf dem Streckenteil durchs Industriegebiet Son Castelló noch größere Bauarbeiten anstehen, bis die Metro wieder fahren kann. Erst wenn alle Mängel behoben sind, werde die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben, so Vicens. Derzeit wird noch geprüft, ob auch im Mehrzweckbahnhof in Palmas Innenstadt (Plaça Espanya) weitere Ausbesserungsarbeiten nötig sind. Dort dringt weiter Wasser ein, so dass auch die für den Jahresbeginn geplante Eröffnung des unterirdischen Busterminals gefährdet ist. Der Minister wollte nicht ausschließen, dass auch der oberirdische Park Ses Estacions wieder aufgerissen werden muss, um die Feuchtigkeits-Isolierung zu verbessern.
Die konservative Opposition wehrt sich derweil gegen die Schuldzuweisungen. Ein Sprecher der Volkspartei PP nannte den Minister „inkompetent” und „schamlos”. Vicens habe nicht für eine schnelle Lösung der Metro-Probleme gesorgt, weil er ,,Spass daran" habe, den U-Bahn-Verkehr stillstehen zu lassen.
Mallorca Magazin
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Kuck´ mal, wer da stakst und rennt |
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In der Nähe von Campos leben rund 50 Strauße VON ANDREA RAU / Mallorca Magazin |
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Mallorca - Plötzlich trabt der fiedrige Tross langbeinig über die Steppe, ein leichtes Beben geht durch die aufgewühlte Erde. „Strauße sind sehr sensibel – irgendetwas muss sie aufgeschreckt haben”, sagt Uri Löffler. „Den Kopf in den Sand strecken sie übrigens nur im Comic, in Wahrheit nehmen sie bei Gefahr Reißaus”, meint er lachend und rund 100 große, langbewimperte Augen drehen sich zu ihm herüber.
Ein Bild, das an die afrikanische Savanne erinnert – aber wir sind auf einem abgelegenen Feldstück hinter Campos. Seit neun Jahren führen der Israeli Uri und seine holländische Frau Josephine Löffler hier ihre Straußenfarm. Dass sie afrikanische Gefühle weckt, ist kein Zufall: Das Ehepaar hat viele Jahre in Südafrika gelebt, dort bereits Straußenprodukte vertrieben. „Als es dort immer gefährlicher wurde, war plötzlich die Idee von der Farm auf Mallorca geboren.” Seither dreht sich auf dem 20.000-QuadratmeterGrundstück alles um den staksigen Wildvogel. Der 21-jährige Ohad, einer der beiden Söhne, erzählt leidenschaftlich von ihren Schützlingen, von denen er alle mit Namen kennt. Er weiß jedes Detail über die Tiere, die bis zu 180 Kilogramm schwer werden können. Ursprünglich kommt der Vogel aus Asien, hat sich aber vor allem in Afrika angesiedelt. Mit 72 Stundenkilometern ist er das schnellste Tier auf zwei Beinen. Und er ist unglaublich anpassungsfähig: „Ein hydraulisches Öl unter seinem Gefieder erlaubt ihm, sich in weniger als drei Minuten einem Tempera- turumschwung von minus 40 Grad auf plus 40 Grad einzustellen”, erzählt er.
Dieses Öl kommt in der Automobilindustrie zum Einsatz. Auf der Farm in Campos spielt es dagegen keine Rolle. „Wir konzentrieren uns auf das Fleisch, die Eier, die Federn und das Leder”, erklärt Uri und führt durch das Ladengeschäft der Farm, greift in die Tiefkühltruhe.
In der einen Hand hält er ein tiefrotes Steak, in der anderen ein dickes, weißes Stück Fett. „Fleisch und Fett sind beim Strauß vollkommen voneinander getrennt”, erklärt er, „es hat wenig Cholesterin, wenig Kalorien, viel Eisen und ist reich an Omega-3-Fettsäuren.” Straußenfleisch ist das magerste rote Fleisch, das es gibt. Es erinnert vom Geschmack an Rindfleisch, hat aber die Vorzüge von Geflügel. Die Familie bietet Steaks und Filets an, um die 30 Euro kostet das Kilo – auch Rauchfleisch, Salami, Straußen-Paté und Foie gibt es.
Von März bis September, während der Paarungszeit, kann man auch die Eier der Vögel genießen. Bei zunehmendem Mond legen die graugefiederten Weibchen alle zwei Tage ein Ei. Ein Teil davon wird im Nest 42 Tage ausgebrütet, ein anderer kommt in den Brutkasten, ein weiterer wird verzehrt: Uri zaubert regelmäßig für Gäste Riesen-Tortillas aus den gigantischen Exemplaren – ein Ei ist so groß wie zehn Hühnereier zusammen. Aus der leeren Schale fertigt er in stundenlanger Kleinarbeit feinziselierte Lampenschirme an, verziert die Schale mit kunstvollen Gravuren oder verwandelt sie mit vielen Lack- und Farbschichten zu gefragten Sammlerstücken.
Die Familie vertreibt aber auch Schuhe, Taschen, Gürtel und andere Accessoires aus Straußenleder, die sie auf der Insel nähen lassen, oder beliefert mit dem Leder internationale Modehäuser. „Prada und Miu Miu arbeiten zum Beispiel viel damit.” Auf Wunsch hat die Familie auch schon Sofas aus dem Leder anfertigen lassen. Zu erkennen ist es an den runden Erhebungen, die Löcher der Kiele. Wertvoll wird es durch seine über Kreuz verketteten Fasern, die ihm besondere Elastizität geben und durch seinen Gehalt an Eigenfett: Straußenlederschuhe brauchen niemals Schuhcreme. Mallorca Magazin
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„Mallorca hält jung und fit” |
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Für viele Langzeit-Touristen ist die Insel schon eine zweite Heimat STEPHANIE HESKE |
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Mallorca. Auf Mallorca sei er ein völlig anderer Mensch als zu Hause, erzählt Heinz Pohlmann. In einem mint-grünen Trainingsanzug und mit leuchtenden Augen sitzt er in der Sonne auf einer der Liegen am Pool des Hotels Iberostar Royal Kristina. Der 87-Jährige kommt gerade von der Morgengymnastik, gleich geht es weiter zum Tischtennis spielen mit seinen Freunden.
Wie Lohmann verbringen viele Senioren ihren Winter in einem Hotel auf Mallorca. Im Schnitt bleiben sie zwischen vier und zwölf Wochen. Dass ihnen in dieser Zeit nicht langweilig wird, dafür sorgen spezielle Programme wie der „Club Elan” (TUI) und der „Club Vital” (Neckermann). Von sportlichen Aktivitäten bis hin zum Handy-Führerschein oder gemeinsamen Ausflügen in die Stadt reicht das Programm. „Die Nachfrage ist in den letzten Jahren leicht aber beständig gestiegen”, weiß Helga Karbowski, Verantwortliche des „Club Vital” an der Playa de Palma, zu berichten. Und die meisten der Senioren kommen wieder: Rund 70 Prozent Stammgäste zählt etwa der „Club Elan” laut Angaben seiner Leiterin Sabrina Lohren.
Senioren-Urlaub. Wer bei diesen Worten an Bingo-Abende und Blutdruckmessen denkt, der liegt falsch. „Natürlich legen unsere Gäste größeren Wert auf Details wie etwa eine deutschsprachige ärztliche Betreuung”, so Karbowski. Im Mittelpunkt des Interesses steht aber – vor allem für die Teilnehmer selbst – der Faktor Geselligkeit; die meisten Reisenden sind Singles.
Nur wegen des Clubs komme sie nach Mallorca, erzählt etwa Isolde Van Weyde. „Er zieht mich immer wieder her”, so die 69-Jährige weiter. „Sehr viel Freude und Kameradschaft” verbindet auch Pohlmann mit seinem Winter-Asyl auf Mallorca. Seit er in Rente ist, entflieht der gebürtige Berliner jedes Jahr aufs Neue für mehrere Wochen dem trüben Wetter in Deutschland. „Hier treffe ich aufgeschlossene Menschen, mit denen ich reden und Spaß haben kann”, erzählt er lebhaft. Über die Jahre haben sich Freundschaften entwickelt, die auch während des restlichen Jahres gepflegt werden.
Sie seien mittlerweile eine Clique von rund 18 Personen, erzählt Eleonore Wanda, die seit ihrem ersten Aufenthalt vor 15 Jahren mit Pohlmann befreundet ist. Mit ihren 75 Jahren beginnt die Oldenburgerin ihre Tage schweißtreibend: Eine Dreiviertelstunde Gymnastik, ein paar Runden Tischtennis mit ihren Freunden und anschließend ab ins Meer. „Mallorca hält jung und fit”, findet auch Erika Borkowski, die gemeinsam mit ihrem Mann Fritz zum 14. Mal den Winter auf Mallorca verbringt. „Das hier ist mittlerweile unsere zweite Heimat, ein fester Teil unseres Lebens”, so die 69-Jährige.
Seit Anfang November ist das Ehepaar Borkowski auf Mallorca. Über Weihnachten und Silvester geht es nach Hause zur Familie. Aber schon Anfang Januar kehren die beiden aus Bochum zurück. Eine beliebte Vorgehensweise der Langzeit-Urlauber, wie Karbowski und Lohren bestätigen.
Tilly Marx ist ein wahres Urgestein des „Club Vital”, der bis letztes Jahr noch „Club Schwalbe” hieß. Vor rund 30 Jahren kam die heute 90-Jährige zum ersten Mal nach Mallorca. Damals blieb sie zwei Wochen. „Mittlerweile sind es immer vier Monate”, erzählt die rüstige alte Dame. Außer ihr gebe es noch eine Reihe solcher Mallorca-Veteranen. „Die alten Mohikaner halten eben durch bis zur letzten Stunde”, lacht sie. „Und wir fühlen uns hier wie zu Hause.” Mallorca Magazin
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Deutscher verschwunden: Der Fernseher lief, und die Hunde bellten |
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Der Einrichter Gerd Hundemer (51) aus Port d´Andratx wird seit dem 24. November vermisst VON ANDREA RAU |
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Mallorca. Zum letzten Mal gesehen wurde Gerd Hundemer offenbar am 24. November. „Es gibt Anwohner, die sich an eine lautstarke Auseinandersetzung in der folgenden Nacht erinnern wollen”, berichtet Hundemers Bruder, der seit ein paar Tagen auf der Insel ist, um den Vermissten zu suchen, „aber man weiß nichts Genaues”.
Eine frühere Freundin des Verschwundenen und Nachbarn machen sich als Erste Sorgen, als sie Gerd Hundemer, den man sonst täglich und stets in Begleitung seiner heißgeliebten Hunde Lana und Simba sieht, nicht mehr zu Gesicht bekommen; auch sein Geschäft bleibt verschlossen.
Als sie ihn besorgt in seiner Wohnung aufsuchen wollen, finden sie die Eingangstür verschlossen, aber nicht verriegelt vor. Drinnen brennt Licht, der Fernseher läuft. Stürmisch werden sie von den Hunden begrüßt, die nur durch eine offen stehende Terrassentür auf den Balkon nach draußen können. Auf dem Boden stehen offene Tüten mit Hundefutter, ein Wassernapf. „Man hat gesehen, dass die Tiere bereits mehrere Tage allein waren”, sagt Gerd Hundemers Bruder: Die Hunde hatten ihr Geschäft in der Wohnung verrichtet, die Einrichtung zerwühlt.
Sämtliche Ausweispapiere hat Hundemer in der Wohnung zurückgelassen, auf dem Tisch liegt sein Handy: Den letzten Anruf hat er mit seinem Elternhaus geführt. Der 51-Jährige soll dabei gesagt haben, dass er noch nicht wisse, ob er beim baldigen 80. Geburtstag des Vaters dabei sein könne.
In der Garage fehlt Hundemers Lieferwagen, ein grauer Fiat Ducato mit mallorquinischem Kennzeichen und Werbeaufdruck des Einrichtungsgeschäftes. Am Freitag, 30. November, gibt der Bruder bei der Polizei eine Vermisstenanzeige auf. Seither fährt er unermüdlich die Insel ab, die Hunde hat er im Tierheim untergebracht, versucht sie zu vermitteln. „Ich habe kein gutes Gefühl”, sagt er gegenüber MM. Er hält es für wahrscheinlich, dass sich Gerd Hundemer das Leben genommen hat. Der 51-Jährige, dem ein schwieriger Charakter nachgesagt wird, ist stark zuckerkrank, seit Langem manisch-depressiv. „Er therapiert sich selbst, Krankenhausaufenthalte verschob er immer wieder.” Dabei hatte der Unternehmer, der bereits seit 15 Jahren auf Mallorcas lebt, große Pläne – noch vor wenigen Wochen kündigte er im Gespräch mit MM die Eröffnung eines weiteren Geschäfts in der Calle San Feliu in Palma an. Sein Stil ist beliebt: Selbst Claudia Schiffer gehörte zu seinen Kunden. Im September wollte der Bernkasteller mit einer Havanna-Party Kuba-Flair in den Hafen bringen – aber sein Vorhaben floppte. ,,Das wegzustecken, ist auch nicht so einfach", sagt sein Bruder. Mallorca Magazin
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Palmas Kathedrale - der „Messias” kommt |
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Besinnlicher Hörgenuss – Friedrich Händels Oratorium wird am 15. Dezember in der Kathedrale von Palma gegeben VON GABRIELE KUNZE / Mallorca Magazin |
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Mallorca. Einer der Höhepunkte der winterlichen Konzertsaison ist die Aufführung von Friedrich Händels „Der Messias” in der Kathedrale von Palma unter der Mitwirkung von Laiensängern.
Händel (1685 bis 1759) war schon zu Lebzeiten in London ein berühmter Mann. 1784 erreichte die Verehrung für ihn ihren ersten großen Höhepunkt in den ein Jahr zu früh angesetzten Feierlichkeiten zu seinem 100. Geburtstag. Große Händel-Feste wurden danach zur festlichen Gewohnheit, es gab riesige Aufgebote an Sängern und Instrumentalisten, wobei die Zahl der Mitwirkenden in den Jahren 1857 bis 1926 auf mehrere Tausend anwuchs. Auch Sänger im Publikum waren gefragt und gefordert.
In dieser Tradition steht auch die Aufführung in Palma. Das Oratorium war bereits bei der Uraufführung in Dublin 1742 vom Publikum so begehrt, dass man die Damen bat, nicht in Reifröcken zu erscheinen, um mehr Zuhörern Einlass gewähren zu können.
Seit der Uraufführung ist Händels Werk das Erste der Musikgeschichte, das niemals aus den Repertoires der großen Konzerthäuser verschwunden war.
Zwar ist das Oratorium „Der Messias” kein wirklich kirchliches, doch ein tief empfundenes religiöses Werk. Dieser Meinung war auch Händel selbst. Als man ihn nach einer Aufführung zu seiner „großartigen musikalischen Unterhaltung” beglückwünschte, soll er erwidert haben: „Ich wäre betrübt, wenn ich die Zuhörer nur unterhalten hätte; ich wollte sie zu besseren Menschen machen.” Die Interpreten in Palma sind das Barockorchester Sevilla, Hana Blazikova (Sopran), Carlos Mena (Kontratenor), Christoph Genz (Tenor) und Thomas Bauer (Bass). Es singt der Chor Arsys Bourgogne sowie lokale Chöre und Laiensänger unter der Leitung von Pierre Cao.
Samstag, 15. Dezember, 20.30 Uhr in der Kathedrale von Palma. Eintrittskarten
(kostenlos) unter 902-332211, www.servicaixa.com oder www.lacaixa.es/obrasocial Mallorca Magazin
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Mallorquinischer Genuss: Schleckereien auf der Spur |
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Neuer geführter Rundgang in Palma: „So schmeckt Weihnachten” im Dezember -auch auf Deutsch VON GABRIELE KUNZE |
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Mallorca. Wer so richtig eintauchen möchte in Plätzchenduft und süße Leckereien, der sollte den weihnachtlichen Bummel durch Palma mitmachen, den der Inselrat im Rahmen seiner geführten Rundgänge bis Ende Dezember anbietet: „Sabores de la Navidad” (etwa: So schmeckt Weihnachten) wird am 6., 13. und 20. Dezember auch in deutscher Sprache durchgeführt.
In die Geheimnisse weihnachtlicher Bäckerei weiht Mateo Masagosa Montserrat die Teilnehmer ein. Aber nicht nur das. Der Mallorquiner, der seit knapp zehn Jahren Rundgänge durch Palma begleitet, weiß viel über die Stadt, über ihre Geschichte, ihre Schönheiten, ihre verborgenen Schätze.
Treffpunkt ist der alte Olivenbaum an der Plaça Cort, am Rathausplatz, wo einst, wie Masagosa erzählt, die nobelsten und reichsten Familien der Stadt wohnten: „Die, die immer nur Weißbrot aßen”, wie man früher in Palma sagte.
Auf dem Programm stehen danach der Besuch von zwei Klöstern und vier traditionellen Konditoreien.
Zu Fuß geht es über die Plaça Tagamanent, über den Carrer Unió zum Kloster Santa Magdalena, wo Mallorcas Inselheilige Santa Catalina Tomàs einen Teil ihres Lebens verbrachte. Der Weg ist mit Bedacht gewählt, denn die Familie Tagamanent hat Sor Catalina erst ermöglicht, in eines der renommierten Klöster in Palma aufgenommen zu werden. Im Kloster kommt man zunächst in einen wunderschönen gotischen Kreuzgang; der Lärm der Stadt ist hier ganz fern, obwohl die Vía Roma hinter den Mauern liegt. Zu sehen ist die alte Küche, perfekt eingerichtet mit jeder nur möglichen Art von historischen Küchenutensilien, auch wenn heute die Plätzchen in einer neuen, modernen Küche gebacken werden. Es sind wahre Köstlichkeiten, mit Safran, Kokos, Schokolade, Gewürzen. Dazu servieren die Nonnen auch ein Gläschen Malvasierwein.
Die Konditorei Ca'n Fondo liegt im Carrer Unió. Die Familie Gelabert hat sich auf gefüllte Ensaimadas, auf Turrón, Mandeln mit Schokolade und viele verschiedene Marzipansorten spezialisiert. In Cas Net residiert Tomeu Amorós und bietet Früchte, köstlich umhüllt mit belgischer Schokolade, Sankt-Blasius-Zucker, den man am 3. Februar gegen jede Art von Halskrankheit essen sollte, oder „Algarrobetes”, eine Art Baiser–Gebäck. Schräg gegenüber liegt Cas Fres– quet, wo Jordi Casasayas Jahr für Jahr mehr als zwei Tonnen verschiedener Arten von Turrón produziert.
Can Paners in der gleichnamigen Straße bietet „Neules” aus Zucker, dazu Oblaten und Turrón und „Crespells”, die, wie Masagosa erzählt, ursprünglich aus der jüdischen Küche stammen, inzwischen aber mit Hefe bereitet werden.
Im Kloster Santa Clara im Carrer Santa Clara muss Masagosa klingeln; die Nonnen leben in strikter Klausur. Was sie nicht daran hindert, unglaubliche Leckereien zu bereiten: Kekse mit kandierten Früchten oder Safran oder getränkt mit gesüßter Zitronenessenz. Die „Polvorones” sind so zart wie feinster Zuckerstaub. Zu all dem hat Mateo Masagosa viel zu erzählen. Und er tut es so charmant wie kenntnisreich. Der Abschluss des Rundganges ist ein Besuch in der Schokoladenstube Ca'n Joan de S'Aigo im Carrer Sans. Darüber mehr im nächsten MM.j „Sabores de la Navidad” – geführter Rundgang zu weihnachtlichen Köstlichkeiten.
Mallorca Magazin
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Die andere Extreme beim Sport: Real Mallorcas hässliches Gesicht |
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Eine Gruppe rechtsextremer Fußball-Fans treibt bei Real Mallorcas Heimspielen ihr Unwesen. Ausländerhass gehört in Spaniens Stadien zum Alltag VON JONAS MARTINY / Mallorca Magazin |
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Mallorca. Kein schönes Bild: Ein junger Mann mit nacktem Oberkörper. Auf der Brust ein Keltenkreuz. Neben ihm ein dunkelhäutiger Junge. Ein hasserfüllter Blick, drohend und herausfordernd. Ein Polizist nähert sich und packt den Übeltäter. „Zieh dir ein Hemd über”, herrscht er ihn an – Alltag in Real Mallorcas Fußballstadion.
Dabei gelten die Fans des Inselklubs gemeinhin als harmlos. „Unsere Fans zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders ruhig und friedlich sind”, sagt ein Sprecher des Klubs. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Fangruppen gibt es tatsächlich so gut wie nicht – wobei das auch daran liegen könnte, dass die weite und teure Reise auf die Insel die allermeisten Auswärtsfans von Mallorca fernhält. Auch die gegen dunkelhäutige Spieler gerichteten Affenlaute, die in vielen spanischen Stadien geradezu zum guten Ton gehören, sind die Ausnahme. Dennoch hält eine kleine Gruppe radikaler Fußball-Anhänger bei Real-Heimspielen die Polizei auf Trab.
Höhepunkt war bisher das Heimspiel gegen Real Valladolid im vergangenen September, als es zum Zusammenstoß zwischen einem Dutzend Fans und der Polizei kam. Steine und Flaschen flogen, zehn Personen wurden festgenommen. Eskaliert war die Lage, als die Polizeibeamten zwei Fans aus der Gruppe festgenommen hatten. Beide hatten trotz Aufforderung, dies zu unterlassen, „ausländerfeindliche” und „zur Gewalt auffordernde Symbole” gezeigt, wie es im Bericht der Anti-Gewalt-Kommission heißt.
Diese Kommission in Madrid soll für die Einhaltung der Regeln in den spanischen Stadien sorgen. Regeln, die das Sportgesetz vorgibt. Dort steht, was nicht erlaubt ist. Ein Keltenkreuz zur Schau stellen etwa gehört dazu. Die allwöchentlichen Berichte der Anti-Gewalt-Kommission sind umfangreich. Es gibt offenbar noch viel zu tun – längst nicht nur bei Real Mallorca. In Spaniens erster Liga entlädt sich Woche für Woche die Ausländerfeindlichkeit. Besonders dunkelhäutige Spieler werden zum Ziel wüster Beschimpfungen. Allein in den vergangenen Wochen hat die Anti-Gewalt-Kommission fünf „rassistische” oder „ausländerfeindliche” Vorfälle in Erstligastadien gemeldet.
Real Mallorca verspricht, mit den Übeltätern kurzen Prozess zu machen: „Wenn die Grenze zwischen Unterstützung der Mannschaft und Vandalismus überschritten wird, greifen wir sofort ein”, sagt ein Sprecher des Klubs. Mitglieder, die ausländerfeindliche Symbole zeigen, würden umgehend ausgeschlossen und mit Stadionverbot belegt. Die Zusammenarbeit mit der Polizei sei eng. „Solche Auswüchse muss man gleich mit der Wurzel ausreißen.” In Erklärungsnot ist aber vor allem der Vorsitzende des Fanclubs Supporters Mallorca. Die Gruppe steht üblicherweise in der Nordkurve des Stadions – dort, wo die eingefleischten Fans die Mannschaft anfeuern und wo auch das nebenstehende Foto entstand. „Diese Jungs gehören nicht zu uns”, beteuert der Chef-Supporter. „Uns geht es ausschließlich darum, die Mannschaft zu unterstützen. Politik hat beim Fußball nichts zu suchen.” Mit Grauen denkt er an die späten 90er Jahre zurück, als die internationalen Erfolge des Klubs auch mehrere gewaltbereite Fangruppen anlockten, die das damalige Stadion des Klubs zu einem unsicheren Ort machten. Er ist aber überzeugt, dass es so weit nicht wieder kommen wird. „Das Problem ist gelöst.” Ob es tatsächlich schon Zeit ist, Entwarnung zu geben, ist jedoch fraglich. An einer Mauer unweit des Stadions steht die Drohung zu lesen: „Ihr könnt uns nicht zum Schweigen bringen!” Zumindest am vergangenen Sonntag herrschte Ruhe in Son Moix. Die Mannschaft spielte 1:1 gegen Real Murcia. Den einen Punkt rettete durch seinen späten Ausgleichstreffer ausgerechnet Pierre Webó. Webó kommt aus Kamerun. Mallorca Magazin
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Neues Leben im Hotel Galatzó |
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Mit Maritim leitet eine renommierte deutsche Unternehmensgruppe das Haus VON ALEXANDER SEPASGOSARIAN |
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Mallorca. Was lange währt, wird endlich gut. Nach einer bewegten Vergangenheit mit Rechtsstreitigkeiten und einer vierjährigen Schließung ist das Hotel Galatzó bei Calvià im sicheren Hafen des deutschen Hotelkonzerns Maritim gelandet. Ende 2006 begann ein aufwendiger Umbau des emblematischen Hotels auf den bewaldeten Hügeln zwischen Santa Ponça und Peguera. Am Dienstag präsentierte das Führungsteam unter Direktor Marcus Baars erstmals offiziell das neue Maritim Hotel Galatzó.
Schon bei der Auffahrt zum dem weißen Rundbau fällt die gläserne Front des neuen Kongressbereichs ins Auge. Das Vier-Sterne-plus Hotel wartet mit acht neuen Tagungssälen für insgesamt 800 Besucher auf. Wer den mit 426 Quadratmeter größten „Saal Maritim” (390 Sitzplätze) betritt, bleibt staunend stehen: Ein breites Fensterband gibt den Blick frei auf das Bergpanorama des Galatzó-Massivs mit seinen weitläufigen Kiefernwäldern. „Das ist unser schönster Saal”, schwärmt Vertriebschefin Sandra Düster.
Der ältere Teil des 1973 eröffneten Galatzó-Hotels wurde entkernt und samt modernsten technischen Installationen neu gestaltet. Das Haus verfügt über 169 Zimmer und Suiten. Die öffentlichen Bereiche sind in warmen Farben gehalten. Neben drei Bars gibt es das Speiserestaurant Mediterraneo sowie das vormals namhafte À-la-carte-Restaurant „Vista de Rey”.
Die Arbeiten am Spa-Bereich sind noch nicht abgeschlossen. Das 1400 Quadratmeter große Wellnesszentrum mit beheiztem Hallenbad, sechs Behandlungsräumen, Sauna, Türkischem Bad und Fitness– center öffnet seine Pforten im März. In dem von vielen Palmen bestandenen Garten auf 54.000 Quadratmeter Fläche finden sich zwei Außenschwimmbecken.
Die neue Hotelführung setzt auf umfangreiche Sportangebote. Vorhanden sind sechs Tennisplätze, zwei davon überdacht. Das Hotel kooperiert zudem mit Tennis– und Golfschulen wie Ever-Cort und Delfigolf.
Hoteldirektor Baars rechnet mit vier verschiedenen Kundengruppen: Sportgäste, Kongressteilnehmer, Wellnessurlauber, Erholungssuchende. Da der Name Maritim in Deutschland Renommee besitze, werde der Gästeanteil der Bundesbürger bei etwa 60 Prozent liegen, schätzt Baars. Mallorca Magazin
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Mallorquinischer Spieltrieb - Rücken Sie vor zum Palau Reial! |
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Rechtzeitig zu Weihnachten bringt Monopoly erstmalig eine Palma-Version heraus VON JONAS MARTINY |
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Mallorca. Die Calle Aragón für läppische 60 Euro und selbst die Jaume III für nur 350. Dumpingpreise auf Palmas Immobilienmarkt gibt es im neuen Monopoly, Version Palma de Mallorca, das am Dienstag im Castillo Hotel Son Vida präsentiert wurde. Damit können Gesellschaftsspieler nun mal eben ein paar Häuser an Palmas emblematischsten Orten in die Höhe ziehen, den Flughafen Son Sant Joan kaufen oder kräftig Miete für eine Nacht an der Plaza Cort (Rathausplatz) kassieren. Bisher war das in Spanien nur in den Städten Madrid, Barcelona, Saragossa, Sevilla, Vigo, Bilbao, Valencia und Málaga möglich. Palma ist die neunte Monopoly-Städteausgabe auf dem spanischen Markt.
Was die Spielregeln angeht, bleibt dabei alles beim Alten. Die Gesellschafts– und Ereignis-Karten sind allerdings an mallorquinische Gegebenheiten angepasst. „Gehen Sie zurück zur Plaza Olivar”, heißt es dort. „Rücken Sie vor zum Palau Reial.” Zwischen diesen beiden Orten erstrecken sich die 40 Spielfelder. In Ermangelung einer ausreichenden Zahl an Bahnhöfen, sind die Mittelfelder mit dem Flughafen, dem Hafen, dem Mehrzweck-Bahnhof und dem Sóller-Zug belegt. Das E-Werk heißt einfach nur Elektrizitäts-Werk, nicht etwa Gesa.
Es gibt aber auch eine Neuerung. So zieren Fotos die Spielfelder, und die Spielemacher scheinen auch tatsächlich jeweils die richtigen Orte geknipst zu haben. Bei der Pressepräsentation setzte jedenfalls schon bald die Fehlersuche ein. Fragwürdig ist, warum die Avenida Gabriel Roca nicht Paseo Marítimo heißt, als der sie doch im wirklichen Leben bekannt ist. Und dass die Plaza Olivar keinesfalls die ärmlichste Ecke Palmas ist, dürfte unstrittig sein.
Für besonders viele Nachfragen aber sorgte bei der Präsentation die Tatsache, dass das Spiel fast komplett auf Castellano ist. Lediglich die teuerste Straße taucht in katalanischer Version auf: Palau Reial. Ansonsten: Keine Avinguda, kein Carrer, kein Jaume. Und auch die Textkarten sowie die Gebrauchsanleitung sind auf Castellano. Das Spiel solle nun einmal nicht nur von Mallorquinern gekauft werden, so das Argument der Spielemacher (siehe nebenstehendes Interview).
Das Palma-Monopoly soll ab sofort im Handel sein. Allerdings könne es noch einige Tage dauern, bis es in allen Läden erhältlich sei. Der Preis für das Spiel wird bei rund 50 Euro liegen. www.hasbro.es Mallorca Magazin
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Regierung fördert sozialen Wohnungsbau |
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Gesetzesprojekt sieht dichtere Bebauung vor. Ziel sind 5000 günstige Wohnungen. Kritik kommt von Umweltschützern |
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Mallorca. Es soll weniger gebaut werden auf Mallorca. Es soll mehr gebaut werden auf Mallorca. Beide Sätze stimmen. Beide Sätze drücken die Politik der Balearen-Regierung aus. Zuerst hat die Mitte-Links-Koalition über elf schützenswerte Küstengrundstücke einen Baustopp verhängt, jetzt hat sie ein Gesetzesprojekt beschlossen, mit dem sie den sozialen Wohnungsbau vorantreiben will. Beides, der Umweltschutz und der soziale Wohnungsbau, gehören zu den wichtigsten Politikfeldern der Regierung – die sich folglich im Spagat üben muss.
Während die Koalition aus Sozialisten (PSOE), Linksblock (Bloc) und Regionalisten (UM) für den verhängten Baustopp noch Applaus von den Umweltschützern bekam, muss sie für ihr Projekt zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus nun Kritik einstecken. Das geplante Gesetz sieht den Bau von 5000 Wohnungen in den nächsten vier Jahren vor, die zu Preisen zwischen 90.000 und 120.000 Euro auf den Markt kommen sollen. Auf diese Weise will die Regierung vor allem Familien und junge Leute entlasten, die sich wegen der hohen Immobilienpreise bisher keine Wohnung leisten können.
Für Aufregung sorgt besonders die Absicht, die Sozialwohnungen auch auf Suelo Rústico (kein Bauland) zu errichten. Bauminister Jaume Carbonero bemühte sich bei der Vorstellung des Gesetzesprojekts jedoch, das Thema zu entschärfen. Bauen auf Suelo Rústico sei nur als allerletzte Möglichkeit vorgesehen. Ministerpräsident Fransesc Antich zeigte sich derweil verwundert über den Sturm der Entrüstung, den das Vorhaben besonders unter Umweltschützern ausgelöst hatte: „25 Jahre lang ist Suelo Rústico zu Bauland umgewidmet worden, damit bestimmte Leute davon profitierten”, sagte Antich beim traditionellen Weihnachtsempfang. „Und jetzt, da diejenigen etwas davon haben sollen, die es am nötigsten brauchen, kriegen wir solche Probleme. Das kann nicht sein.” Auch die Plaça d' Espanya sei einst Suelo Rústico gewesen.
Das Gesetz, das noch vom Parlament verabschiedet werden muss, sieht außerdem eine dichtere Besiedelung Mallorcas vor. In Zukunft sollen mehr Wohneinheiten pro Hektar genehmigt werden. Unter anderem sollen höhere Gebäude gebaut werden dürfen.
Mallorca Magazin
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Über die Promille-Grenze gestolpert |
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Gericht in Palma verurteilt erstmalig seit der Strafrechtsreform einen Verkehrssünder zu Geldstrafe und Sozialdienst VON JONAS MARTINY |
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Mallorca. César C. hatte wahrlich Pech: Der 55-Jährige ist der erste Autofahrer, der auf den Balearen nach dem reformierten Strafrecht wegen Alkohols am Steuer verurteilt worden ist. Knapp zwei Stunden nach Inkrafttreten des Gesetzes am 6. Dezember geriet er in Manacor in eine Polizeikontrolle. Und hatte mehr als 1'2 Promille. César muss nun seinen Führerschein für zweieinhalb Jahre abgeben, 61 Tage Sozialdienst leisten und eine Geldstrafe in Höhe von 270 Tagessätzen à sechs Euro zahlen (macht 1620 Euro). Die Gesetzes-Reform verschärft die Strafen für Verkehrsdelikte zum Teil drastisch.
So gelten bestimmte Verkehrsvergehen seitdem als Straftaten und werden dementsprechend streng geahndet. Wer zu schnell fährt oder betrunken am Steuer sitzt, muss unter Umständen sogar mit Gefängnis rechnen. Allein in den ersten fünf Tagen hat die Polizei landesweit 275 Fälle registriert, in denen die neuformulierten Grenzwerte überschritten wurden – die allermeisten wegen zu hoher Alkoholwerte. Die neuen Regeln sehen folgendermaßen aus: Wer die Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften um mehr als 60 Stundenkilometer, auf Landstraßen und Autobahnen um 80 km/h überschreitet, muss ebenso mit harten Strafen rechnen, wie Fahrer, die mehr als 1'2 Promille Alkohol im Blut haben. In allen Fällen drohen drei bis sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen, sowie Sozialdienst von bis zu 90 Tagen und Führerscheinentzug für bis zu vier Jahre.
Bei den Alkoholkontrollen gelten per Gesetz zwei Grenzwerte: Das neue Strafrecht greift, wenn die Alkoholmenge im Blut 1'2 Gramm pro Liter übersteigt, bzw. in der Atemluft 0'6 Milligramm pro Liter. Der Begriff „Promille”, der in Deutschland umgangssprachlich benutzt wird, bezieht sich auf die Alkoholmenge im Blut, die üblicherweise in Gramm pro Kilogramm, bzw. Milligramm pro Gramm berechnet wird, sagt Dr. Günter Schmidt, Chemiker und Betreiber der Internetseite www.blutalkohol-homepage.de.
Wer bei der Polizeikontrolle pusten muss und einen Atemluft-Alkohol-Gehalt von 0'6 Milligramm pro Liter aufweist, hat demnach nicht 0'6 „Promille”. Um den ungefähren Blutalkohol– und damit den Promille-Wert zu errechnen, muss das Blas-Ergebnis verdoppelt werden. Manche Messgeräte rechnen das Atem-Luft-Ergebnis sofort in den Blutalkohol-Wert um und zeigen diesen dann auch an. Der genaue Promille-Wert lässt sich nur durch eine Blutprobe bestimmen. Mallorca Magazin
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Tierheim-Schließung: Dramatische Szenen vorprogrammiert |
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Das Tierheim Centro Canino Internacional soll wieder geschlossen werden |
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Mallorca. Das Hunde- und Katzenheim Centro Canino Internacional steht möglicherweise erneut vor dem Aus. Wie die Tageszeitung Ultima Hora berichtete, habe die Gesundheitsbeauftragte Begoña Sánchez bestätigt, dass die Stadtverwaltung Palma einer Schließung zugestimmt habe. „Wir selbst wissen davon nur aus der Presse”, sagte der Präsident des ehrenamtlichen Vereins des Tierheimes dem Mallorca Magazin. Im Centro Canino am Camí de Son Prim nehmen sich vor allem Engländer und Deutsche herrenloser und verwahrloster Tiere an.
Im Februar dieses Jahres war schon einmal eine Schließung angeordnet worden. Dramatische Szenen spielten sich vor den Hundezwingern ab, einige Hunde wurden von Beauftragten der Stadt zwangsweise in das städtische Auffanglager Son Reus abtransportiert.
Nach einem Protestmarsch der Tierliebhaber vor dem Rathaus willigte die damalige Bürgermeisterin Catalina Cirer ein, das Heim bestehen zu lassen, wenn es sich um eine ordnungsgemäße Lizenz bemühe.
Die Lizenz, mit der das Heim derzeit betrieben wird, ist für eine Hundezucht ausreichend, nicht aber für ein Hundeheim. „Die Bedingungen, wie etwa die sanitären Auflagen, sind praktisch gleich”, erklärte Juan Gil. „Man riet uns damals nur, die für eine Zucht zu beantragen, da sie in der Regel mit einer deutlich geringeren Wartezeit ausgestellt wird als die Lizenz für ein Heim.”
Der Antrag für die neue Lizenz läuft seit September. „Uns hat man gesagt, dass es noch dauern werde, weil es angeblich Kompetenz-Unklarheiten gibt”, sagte Juan Gil. Das gegebene Wort einer Catalina Cirer scheint unter der neuen Stadtregierung nichts mehr wert.
„Ich will noch nicht an die neuerliche Schließungs-Anweisung glauben”, meint Juan Gil, „die neue Bürgermeisterin Aina Calvo hat sich damals selbst an unserem Protestmarsch beteiligt, einen Sticker von uns getragen – sie kennt die ganzen Umstände.”
Sollte der Schließungsbefehl doch ausgehändigt werden, sind neue dramatische Szenen vorprogrammiert: Denn dann muss das Gelände innerhalb 48 Stunden geräumt werden, alle Tiere werden nach Son Reus gebracht. Dort erwartet sie, falls sie binnen 21 Tagen nicht an ein neues Herrchen vermittelt werden, die Todesspritze.
Laut Juan Gil ist das Centro Canino von jeher vor allem den Nachbarn ein Dorn im Auge gewesen. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen: So etwa 2005, kurz nach Inbetriebnahme der Station. Damals erhängten Unbekannte einen jungen Hund am Knauf des Eingangstores und beschmierten die Wände mit Schimpfparolen.
Mallorca Magazin
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Paco de Lucía: Gefühle in Klänge übersetzt |
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Paco de Lucía gastiert am 11. Januar in der Palma Arena VON GABRIELE KUNZE |
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Mallorca. Er ist einer der ganz großen Meister der Gitarre. Paco de Lucía, der am Freitag, 11. Januar, in der Palma Arena gastiert, schuf seit Jahrzehnten ein Universum der Musik, das weit über den Flamenco, mit dem er seine Welt–Karriere begann, hinausgeht.
Paco de Lucía, am 21. Dezember 1947 als Francisco Sanchez Gómez als Sohn eines musikbegeisterten Tagelöhners im andalusischen Algeciras geboren, hatte schon mit elf Jahren seinen ersten Bühnenauftritt. 1962 gewann er den ersten Preis im „Concurso de Cante” in Jeréz de la Frontera als Begleiter seines Bruders Pepe. Danach begann eine zweijährige Welttournee mit der Flamenco–Tanzgruppe von José Greco. 1967 brachte er sein erstes Solo–Album heraus „La Fabulosa Gitarra de Paco de Lucía”. Ein Jahr später eroberte er mit einem Solo–Konzert in der Carnegie Hall die Vereinigten Staaten, tourte aber auch mit der Gruppe „Festival Flamenco Gitano” durch die Welt. Die Rumba „Entre dos Aguas” mit Paco de Lucía als Solo–Gitarrist war ein Welterfolg.
Mit den Jazz–Musikern Al Di Meola und John McLaughlin bildete er Anfang der 80er Jahre ein Supertrio auf der akustischen Gitarre, dessen meisterhaftes Zusammenspiel auf den beiden Plattenerfolgen „Friday Night in San Francisco” (1981) und „Passion, grace and fire” (1983) festgehalten sind.
Im gleichen Jahr wirkte er als Schauspieler und Gitarrist in dem Ballettfilm „Carmen” von Carlos Saura gemeinsam mit Antonio Gades mit. Neuerdings tritt Paco de Lucía, der zwischen Algeciras und Antigua lebt und außerdem ein Haus auf Mallorca besitzt, meist mit seinem eigenen Sextett auf.
Durch seine Virtuosität und Improvisationskunst wurde Paco de Lucía, der übrigens keine Noten lesen kann, schon zu Lebzeiten eine Legende. Um ein Zusammenspiel mit ihm rissen – und reißen – sich die Größen der Jazz–Szene wie etwa Chick Corea. Er setzt Gefühle in Gitarrenklänge um, in einer gekonnten Mischung aus Jazz, Jazzrock, Fusion und immer wieder Flamenco. Er entwickelte so eine neue Musiksprache.
Mit Mallorca verbindet ihn nicht nur ein zweiter Wohnsitz. Im vergangenen Herbst hat Paco de Lucía bei der Tourismus-Messe World Travel Market für die Balearen einen PR-Auftritt absolviert.
Paco de Lucía,
Konzert am Freitag,
11 . Januar um 22 Uhr
in der Palma Arena.
Karten bei Disco Gong,
Via Sindicato und
Porto Pí; Baba Discos, Inca
und Manacor. Oder bei Servicaixa; 902-332211. Mallorca Magazin
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Neujahrsbrunch: Stärkung für die guten Vorsätze |
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Bei einem ausgiebigen und exklusiven Brunch am Neujahrstag lässt sich das Jahr gut angehen. VON ANDREA RAU |
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Mallorca. Ein guter Start ins neue Jahr, der beginnt nicht nur mit einem Glas Schampus und den Trauben zum Mitternachtsläuten – der beginnt auch mit der ersten richtigen Stärkung: Einem ausgiebigen Frühstück am Neujahrsmorgen.
Wer das Jahr noch langsam angehen will, sich gleich zum Auftakt etwas Edles gönnen möchte oder dessen Esszimmertisch daheim noch unter Tellern und Gläsern des Nachtgelages verschwindet, der hat auf der Insel viele elegante und leckere Alternativen bei zahlreichen Neujahrs-Brunchs.
Lang ausschlafen und schlemmen können Sie im Bistro des 2-Sterne-Restaurants Tristán, von 12 Uhr bis 18 Uhr, für 95 Euro pro Person, inklusive Getränke. Reservierungen unter Tel. 971-675547. Mit sanften Klängen den Tag heraufziehen lassen können die Gäste beim Brunch (9 Uhr bis 14 Uhr) des Valparaíso Palace, das vom Pianisten Xisco Balaguer begleitet wird – 45 Euro pro Person, Wasser und Kaffee inklusive. Reservierungen unter Tel. 971-400300.
Live-Klaviermusik gibt es auch im Hotel Son Julia in Llucmajor. Von 13 bis 16 Uhr wird aufgetischt, im Preis von 65 Euro sind Sekt, Wasser und Kaffee enthalten. Reservierungen unter Tel. 971-669700. Jazzmusik wird im Golfhotel Lindner in Bendinat gespielt. Gebruncht wird zwischen 13 Uhr und 16 Uhr für 40 Euro pro Person. Bei Redaktionsschluss waren alle Plätze bereits vergeben, eventuelle Restplätze gibt es unter Tel. 971-70777.
Auch jazzig wird es im neueröffneten Maritim Hotel Galatzó in Peguera. Ohren- und Frühstücksschmaus, Sekt und Kaffee gibt es von 11 bis 15 Uhr für 35 Euro pro Person. Reservierungen unter Tel. 971-689600. Den Morgen mit einem Glas Sekt Rosé zur Begrüßung starten die Gäste des Gran Hotel Son Net in Puigpunyent, der Brunch kostet 65 Euro pro Person, inklusive Wasser und Kaffee.
75 Euro kostet der Neujahrsbrunch für den, der im St. Regis Mardavall das neue Jahr beginnen möchte, Reservierung unter Tel. 971-629693. Und 65 Euro für jene, die Brunch, ein Glas Sekt und Burgambiente genießen möchten: von 11 Uhr bis 16 Uhr im Castillo Hotels Son Vida. Reservierung unter Tel.971-493514. Wer sich im Hotel einquartiert hat, (Gala-Silvesterabend 325 Euro), für den ist der Neujahrsbrunch inklusive. Mallorca Magazin
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Neuer Rekord: 13 Millionen Touristen |
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2,1 Prozent weniger Deutsche. Verband Hotelketten besorgt |
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Mallorca. Die Zahl der Touristen auf den Balearen wird erstmals die 13-Millionen-Schwelle überschreiten. Nach Angaben des Forschungs-Instituts Cittib, das dem balearischen Tourismusministerium unterstellt ist, wurden allein in den ersten elf Monaten des laufenden Jahres 13.000.571 Urlauber registriert, sechs Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2006. Die Zahl der deutschen Touristen lag mit 3'8 Millionen um 2'1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Leicht zugenommen hat hingegen die Zahl der britischen Besucher; sie stieg um 3'1 Prozent auf 3'4 Millionen. Die höchste Zunahme wurde bei Touristen vom spanischen Festland registriert. Sie erhöhte sich um 22 Prozent auf 2'7 Millionen.
Ungeachtet des Zuwachses bei den Besuchern sank die Zahl der Übernachtungen. Sie reduzierte sich um 2'7 Prozent auf 55'73 Millionen.
Unterdessen äußerte sich der balearische Verband der Hotelketten besorgt hinsichtlich der Entwicklung im Tourismusgeschäft. Zwar haben sich 2007 die unternehmerischen Ergebnisse verbessert, sagte der Präsident Aurelio Vázquez Ende vergangener Woche. Gleichwohl seien die Ergebnisse unter den Erwartungen geblieben.
Die Prognose für das kommende Jahr sei schwierig. Vor allem bei Deutschen und Briten sei eine positive Tendenz zu Urlaub auf den Inseln nicht zu erkennen. Unklar sei zudem, wie sich die Nachfrage der Festlandspanier entwickeln werde.
Mallorca Magazin
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Die Sabine-Christiansen-Show |
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Am 11. Januar kehrt die Talklady auf den Bildschirm zurück – mit einem neuen Format. „Mein 2008”, mehr Show als Talkshow, ist eine Vorschau auf das neue Jahr VON WOLFRAM SEIFERT |
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Mallorca - Weihnachten und den Jahreswechsel verbrachte Sabine Christiansen in ihrem Haus in Port d'Andratx. Aber Urlaub war es nur tageweise: Zusammen mit einem Teil ihres Teams bereitete die Talklady ihre Rückkehr auf den Bildschirm vor.
Am 11. Januar um 21.45 Uhr läuft nämlich ihre 90-Minuten-Sendung „Mein 2008” in der ARD. Eine Vorschau auf das Jahr werde es sein, sagte Christiansen dem Mallorca Magazin, mehr Show als Talkshow. „Mein 2008”, weil die Sendung natürlich subjektiv gefärbt sei, mit persönlichen Einschätzungen dessen, was das Jahr bringen werde.
Rund 40 Gäste aus allen Bereichen des Lebens erwartet Christiansen. Einige Namen sind schon länger bekannt (Cecilia Bartoli, Oliver Bierhoff, Karl-Heinz Böhm, Michael „Bully” Herbig, Wolfgang Joop, Jörg Kachelmann, Reinhold Messner). Zugesagt haben in den letzten Tagen auch Geraldine Chaplin, Jean-Claude Juncker, Patricia Riekel, Franziska van Almsick, Dieter Zetsche, Günter Netzer und Philipp Lahm. Noch verhandelt wird unter anderem mit Siegfried & Roy, Richard Gere, John McEnroe, Edwin Moses, Mark Spitz, Fiona Swarovski und ihrem Mann Karl-Heinz Grasser. Es sei aber noch „mit einigen Überraschungen” zu rechnen, sie erwarte weitere Zusagen „in letzter Minute”.
Einer der Schwerpunkte sei der Sport mit der Fußball-EM und den Olympischen Spielen. Was sei von Olympia zu erwarten, werde es ein neues deutsches Sommermärchen im Fußball geben? Eingeladen wurden auch die meisten deutschen Medaillen-Hoffnungen für Olympia und die Paralympics.
Breiten Raum werde aber auch das Politikjahr 2008 einnehmen – schließlich wird in Russland und in den USA gewählt, wobei in Amerika „mit etwas mehr Spannung” zu rechnen sei. Präsentiert werden auch allerneueste Umfragen, was die Deutschen vom Politikjahr 2008 erwarten, wer ihrer Ansicht nach Gewinner und Verlierer der Politik in Deutschland sein werde.
Auch um „Wer mit wem?”, um Trends und Tipps, um die Wirtschaftsentwicklung und den Klimawandel werde es gehen. Und weil es sich bei „Mein 2008” um eine Mischung aus Talkshow und Show handele, werde auch den Sektoren Unterhaltung und Film breiter Raum gegeben.
Hat sie Lampenfieber nach der TV-Pause? Nein, sagt sie, sie sei eher angespannt: Nicht wegen der Rückkehr auf den Schirm, sondern weil es sich mit dieser Show ein für sie neues Format auf viel größerer Bühne handele.
Ist sie damit jetzt Showmasterin? Das könne man so nicht sagen, wehrt die Talkmasterin lächelnd ab, schließlich handele es sich „nicht um ein laufendes Produkt, sondern um eine einmalige Sendung”.
Welche TV-Pläne hat sie noch? Zwei, drei kleinere Formate seien noch auf der Agenda, in der es um „Menschen, um Persönlichkeiten” gehe, wie die Marke Sabine Christiansen es verspreche. Es werde „besondere Interviews geben mit ganz besonderen Menschen, die sonst so leicht nicht zu erreichen sind”.
Wen wünscht sie sich als Gesprächspartner? „Da wird gar nichts verraten”, sagt Christiansen energisch. Wäre der Papst dabei? „Der Papst wäre immer dabei. Aber es müssen nicht unbedingt große Persönlichkeiten sein. Es hängt auch von der Situation ab, in der uns Menschen etwas zu sagen haben.”
Was wünscht sich Sabine Christansen ganz persönlich für 2008? Dass sich die schrecklichen Schicksale kleiner Kinder in Deutschland, Kindermisshandlungen, Kindestötungen, nicht wiederholen. „Wir müssen uns aber fragen: Was haben wir selbst angerichtet, was haben wir versäumt? Warum haben Menschen nicht mehr das Zutrauen zu sagen: Ich bringe mein Kind irgendwo hin, wo es in guter Obhut ist, wenn ich selbst mit der Situation überfordert bin? Warum bringen Menschen Kinder um, wenn sie nicht mehr weiter wissen? Das darf einfach nicht so weiter gehen.” Notfalls, sagt Christiansen, müsse der Staat mit drastischen Kontrollen eingreifen. Mallorca Magazin
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Mallorcas Skandale und Skandälchen |
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Kaum eine Woche vergeht auf der Insel, in der sich die ohnehin überbeschäftigte Staatsanwaltschaft nicht mit einem neuen Fall von Korruption befassen muss. Aber nicht nur die großen Skandale erschüttern das Vertrauen der Bürger in die Politik VON JONAS MARTINY |
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Mallorca - Als die Polizei vor etwas mehr als einem Jahr das Rathaus von Andratx stürmte und den der Korruption bezichtigten Bürgermeister in Handschellen abführte, kam das einem Beben gleich, das international für Aufsehen sorgte. Aber der „Fall Andratx” ist nur ein Beispiel unter vielen: Es vergeht kaum eine Woche auf Mallorca, in der nicht ein mehr oder weniger großer Skandal ans Tageslicht kommt.
Bezeichnenderweise war es eine Baustelle in Andratx, auf der einem Angestellten des dortigen Bauamts Mitte Dezember ein unmoralisches Angebot gemacht wurde. „Wie viel willst du?”, habe ihn ein Angestellter der Baufirma gefragt, als er sich anschickte, einen Bericht über einen Verstoß gegen die Bauauflagen anzufertigen. Dass der Angestellte des Bauamts den Bestechungsversuch meldete, könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass der Skandal um den Bürgermeister zu einem Umdenken in der Küstengemeinde geführt hat.
Lax geht es aber offenbar in anderen mallorquinischen Rathäusern zu. So sah sich Palmas Bürgermeisterin Aina Calvo kürzlich genötigt, einen ihrer Mitarbeiter anzuzeigen, der seine Aufgaben im Bauamt offenbar nicht klar genug von seinen Privatinteressen getrennt hatte. Der Beschuldigte soll an zwei Bauunternehmen beteiligt sein und Bekannten Gefälligkeiten erwiesen haben.
Wie eine Lappalie wirkt da, dass die Gemeinde Inca den Bau einer Markthalle genehmigt hat, die rund zwei Meter in die angrenzende Straße ragt und gegen so ziemlich jede Bauvorschrift verstößt. Der sozialistisch geführte Inselrat und Incas PP-Bürgermeister Pere Rotger streiten nun um die Konsequenzen.
Einer der größten Aufreger der vergangenen Wochen aber war eine Entscheidung des Obersten Gerichts der Balearen. Der zuständige Richter hatte geurteilt, es sei nicht miteinander vereinbar, Gesundheitsminister zu sein und eine Apotheke zu besitzen. Genau das aber traf von 1999 bis 2003 auf die Sozialistin Aina Salom zu. Obendrein soll ihre Apotheke Gesundheits- einrichtungen des Inselrats mit Medikamenten beliefert haben. So geht's nicht, findet der Richter – wenn auch einige Jahre zu spät.
Noch keine Entscheidung ist in einem anderen Verfahren abzusehen. Die Unió Mallorquina (UM) soll es bei der Vergabe von Subventionen mit der Transparenz nicht allzu genau genommen haben. Es laufen Ermittlungen gegen die Associació d'Activitats Socioculturals de Mallorca, die vom UM-geführten Inselrat im Jahr 2004 insgesamt 180.000 Euro bekommen haben soll. Die aktuelle Sportdezernentin des Inselrats, Dolça Mulet (UM), musste nun vor Gericht rechtfertigen, warum sie und zehn weitere Funktionäre im Jahr 2004 als „Betreuer” eine Reisegruppe der soziokulturellen Vereinigung nach Sizilien begleitet haben – auf deren Einladung. Bei ihrer Aussage vor dem Richter bekräftigte Mulet, alle Inselratsfunktionäre hätten während der Reise gearbeitet. Die neue Inselratspräsidentin Francina Armengol (PSOE) sah sich jedenfalls genötigt, in ihrer Weihnachtsansprache „mehr Transparenz” zu versprechen: „Die Bürger haben ein Recht zu wissen, was mit den Steuern passiert.”
Nichts Gutes ahnen lässt auch die kürzlich publik gewordene Selbstanzeige des städtischen Versorgers Emaya. Die neue Emaya-Chefin Cristina Cerdó (UM) hat der Staatsanwaltschaft Dokumente übergeben, die Unregelmäßigkeiten in zwei Fällen beweisen sollen, die sie als „sehr gravierend” bezeichnete. Emaya habe Geld an Personen überwiesen, ohne dass es dafür eine Gegenleistung gab – in der vergangenen Legislaturperiode wohlgemerkt (als die PP bei Emaya das Sagen hatte).
Unzweifelhaft hat der Regierungswechsel auf den Balearen und der allerorten folgende Kassensturz dazu geführt, dass immer mehr Skandale ans Tageslicht gelangen. Und so sind die gegenseitigen Schuldzuweisungen fester Bestandteil der politischen Auseinandersetzung auf der Insel – was jetzt auch der Vorsitzende des Obersten Gerichts in Palma beklagt hat. Die „Politisierung” der Verfahren behindere die Arbeit der Richter, sagte er.
Der leitende Anti-Korruptionsanwalt Juan Carrau beklagt derweil angesichts der Vielzahl von Ermittlungsverfahren den Personalmangel seiner Behörde. Denn die genannten Fälle sind nur ein Teil des Problems. Die Staasanwaltschaft ist auch mit dem Verkauf des Grundstücks in Can Domenge befasst, das der Inselrat aus unbekannten Gründen zu einem Preis veräußerte, der weit unter dem eigentlichen Wert der Fläche lag. Ein katalanischer Bauunternehmer, der den Zuschlag nicht erhielt, obwohl er deutlich mehr Geld geboten hatte, hat unter anderem die ehemalige Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar angezeigt. Ferner laufen Ermittlungen gegen mehrere Politiker wegen Unregelmäßigkeiten beim Zustandekommen des Territorialplans und bei der Umwidmung eines Gebiets in Son Oms. Hier sollen Insider-Informationen weitergegeben worden sein, die Spekulationsgewinne in Millionenhöhe ermöglichten.
Nicht strafbar, wohl aber zweifelhaft ist dagegen das Vorgehen einiger Politiker in Santa Margalida. Dort war kurz vor der Wahl im Mai von der PP-Bürgermeisterin eine Bibliothek eröffnet worden – die schon wieder geschlossen war, bevor der neugewählte Bürgermeister Martí Àngel Torres (PP) sein Amt überhaupt angetreten hatte. „Purer Stimmenfang” sei die Einweihung gewesen, kritisiert nun die Opposition.
Den gleichen Vorwurf musste sich die abgewählte PP-Balearen-Regierung gefallen lassen, als die kurz vor dem Wahltermin eingeweihte Metro von Palma beim ersten Regen mit Wasser volllief. Aus wahltaktischen Erwägungen sei der Bau beschleunigt und dabei gepfuscht worden, so der Vorwurf der neuen Mitte-Links-Koalition. Immerhin scheint die PP daraus gelernt zu haben und überraschte nun mit dem Vorschlag, das Wahlgesetz zu ändern: Einweihungen und Grundsteinlegungen sollen nicht mehr in den acht Wochen vor einer Wahl erfolgen dürfen.
Zumindest die Bürger scheinen die Verhältnisse ziemlich genau zu durchschauen. So ergibt das Korruptions-Barometer von Transparency International, dass die Spanier vor allem eine Bevölkerungsgruppe für korrupt halten: die Politiker. Mallorca Magazin
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Feuerteufel belagern Kathedrale |
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Stadt Palma erarbeitet zum Sant-Sebastià-Fest ein völlig neues Konzept |
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Mallorca - Dieses Jahr wird alles anders. Das ist bislang das Einzige, was sich sicher zum Programmablauf des Patronatsfestes von Palma zu Ehren des Stadtheiligen Sant Sebastià Mitte Januar sagen lässt.
„Es gibt ein völlig neues Konzept”, bestätigte ein Sprecher der Stadt auf MM-Anfrage. Zwar stehe das Festprogramm noch nicht endgültig fest; doch das als „Aiguafoc” bekannte Feuerwerk werde durch ein anderes Lichtspektakel ersetzt.
Aiguafoc war im vergangenen Jahrzehnt stets Höhepunkt des Stadtfestes gewesen. Das Feuerwerk fand traditionell a | | | |