Die kleine mittelalterliche Stadt Artá mit dem verschlafenen Charme des Nordostens hat nur 6200 Einwohner.
An der Stelle, an der die Araber ihre Moschee erbaut hatten, steht heute
die Kirche Transfiguració del Senyor, deren Ursprünge bis
ins Jahr 1248 zurückgehen. Mit ihren soliden und hohen Mauern wirkt
sie wie eine Festung- und das mußte sie sein, denn die Angriffe
der maurischen Piraten fanden bis weit nach der Christianisierung der
Insel durch Jaume I. statt. Hinter der Kirche führt eine Zypressenallee
hinauf auf den Burghügel zur kleinen Wallfahrtskirche Sant Salvador,
in derem Inneren zwei Darstellungen der mallorquinischen Geschichte
sehenswert sind: "Die Steigung des Ramon Llull" und "Die
Übergabe Mallorcas an Jaume I. durch den arabischen Wesir".
Von der Terrasse hinter der Kirche hat man einen wunderschönen
Blick über das fruchtbare Tal und bis hinaus aufs Meer.
Mitten in Artá steht auf der Placa d´Espanya das
Museu Reginal de Artá, das besonders für an der Talaia Kultur
Interessierte sehenswert ist. Hier finden sich hauptsächlich Funde
aus der Umgebung, besonders aus Ses Paisses. Das reizende Dorf hält
auch einige gute Restaurants und Galerien bereit. Der Wochenmarkt findet
hier jeden Dienstag und Samstag statt. In den Sommermonaten werden klassische
Konzerte in den Ortskirchen und auf der Burg organisiert.
Einwohner 2007: 6.802
Quelle: LEBEN auf den Balearen Die
Zeitschrift in deutscher Sprache