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 Buñyola
 
 
 © Klaus Siepmann    
Mandelbäume vor Buñola  
Bunyola ist das Haupt einer weitläufigen Gemeinde, die eine unersättliche Menge an Naturschätzen und Kulturgut aufzuweisen hat. Der Bezirk kann in zwei voneinander sehr unterschiedlichen Sektoren geteilt werden: Der nördliche gebirgige Teil und der südliche, der bis zum Flachland von Palma reicht. Der nördliche Teil schliesst einen Teil der Serra de Tramuntana ein, eine Barriere von 1.000 m Höhe, die nur vom Coll de Sóller unterbrochen wird. Die Berggipfel dieser Gebirgskette verzeichnen keine Vegetation, während die Hänge einen hohen Steineichenbestand aufweisen, der sich an einigen Stellen mit Kiefern vermischt.


Lage und Sehenswürdigkeiten

Die Herkunft des Namens Bunyola ist nicht eindeutig geklärt. Einige Forscher gehen davon aus, dass der Name aus dem lateinischen "uineola" stammt, was soviel heißt wie kleines Weingut, und dass die Araber den Namen später in "buniola" umwandelten. Eine andere Theorie besagt, dass der Name direkt aus dem arabischen "bunyân" stammt.

Das kulturhistorische Gut ist in dieser Gemeinde beachtlich. Am Fuße der Gebirgskette befinden sich eine hohe Anzahl von bekannten Herrenhäusern, wie zum Beispiel S´Alqueria, Biniforani, Sa Font Seca, usw. und natürlich die zwei bekanntesten Gebäude mit Gartenanlagen: Alfàbia und Raixa.

Von niedrigerem kulturellen Wert, aber doch sehr interessanten Baumaßnahmen sind in Na Franquesa und in Al Teix zu besichtigen:
Konstruktionen, mit denen man Schnee auffangen kann. In dem Puig des Teix befindet sich auch das ehemalige Herrenhaus "Caça del Rei Sanç", das die Volksdichtung dem König Jaume zuschreibt.


Jardins d´Alfàbia

Rechterhand der Hauptstrasse nach Sóller, rund 3,5 Kilometer nördlich von Bunyola und kurz vor der Einfahrt in den Tunnel, warten die vielleicht schönsten Gärten Mallorcas auf einen Besuch.

Sie gehören zum ehemaligen Landgut eines offensichtlich instinktsicheren Mauren: Ben Abet genannt, hatte der vorausschauende Wesir den christlichen König Jaume I. bei der Rückeroberung Mallorcas von seinen Glaubensbrüdern unterstützt und war dafür mit dem grosszügigen Besitz belohnt worden. Maurische Gartenbaukunst verwandelte mit klug angelegten Kanälen das wasserreiche Gebiet in einen wahren Dschungel aus vielerlei Bäumen, exotische Gewächsen und blühenden Sträuchern.
Im zugehörigen Herrenhaus, das überwiegend aus dem 14. Und 15. Jh. Stammt, sind Antiquitäten und antike Möbel zu sehen. Die Decke im Torbau gefertigt im maurisch-christlichen Mudéjar-Stil, birgt eine Inschrift, die Allah preist.


Brauchtum und Festkultur

Mare de Déu de les Neus, in der Regel an den Wochenende (Sa/So), das dem 5. August am nächsten liegt.

Fest zu Ehren der früheren Ortsheiligen, die im 19. Jh. Durch Sant Mateu ersetzt wurde.

Sant Mateu: mehrere Tage um den 21. September. Recht populäres Fest, lokale Tänze, Theater und Musik.

Einwohner 2007: 5.792



 
  
 
 
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