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 Campos
 
 
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Blick auf den Hafen  
Die Gemeinde Campos hat eine Fläche von 147,8 km² und derzeit ca. 8.750 Einwohner. Zu dieser Gemeinde gehören nur drei kleinere Erhöhungen, von denen Ses Gomeles mit 121 m die höchste ist und Ses Cosmet mit 45 m die niedrigste.

Dorf und Bewohner

Der Name Campos stammt wahrscheinlich von den Römern. Die Herkunft des Namens ist lateinisch und es ist eines der wenigen Fälle, in denen der Name den lateinischen Ursprung behalten hat.

Der wichtigste Teil der Gemeinde Campos ist der Küstenteil. Hier befinden sich die größten unbebauten Strandstrecken der Insel: s´Arenal de Sa Ràpita und Es Trenc. Obwohl die Strände für Einheimische und Touristen zugänglich sind, bewahrt der hintere Teil der Strände die Dünen und die für diese Region typische Vegetation. Nur wenige hundert Meter von der Küste entfernt befindet sich "Es Salobar", ein Tal mit salzhaltigem Wasser, genutzt um "Staus" im nahe liegenden Salzbergwerk zu vermeiden. Ökologisch wertvoll sind auch die Küstenabschnitte, die Campos mit la Marina de Santanyí / Ses Salines und den südlichen Teil von Felanitx und Porreres verbindet. Die Landschaftsabschnitte sind für die Landwirtschaft wenig geeignet, da sie sehr hügelig sind.

Sehenswertes

Wie in vielen anderen Gemeinden gibt es in Campos viele sehenswerte Herrenhäuser, die den wohlhabenderen Einwohnern der Ortschaft gehören. Hervorzuheben seien auch die Überwachungstürme, die sich innerhalb des Ortes befinden: Can Cosmet, Can Bragues, Can Cos.

Bei der Besichtigung der Stadt sollte man auf keinen Fall die Gemeindekirche Sant Julià, das Rathaus und das alte Krankenhaus mit seiner Kapelle, die nun als Ausstellungsort genutzt wird, auslassen.


Wandertipp

Eine der schönsten Wanderungen der Insel ist führt vom Cap de Ses Salines zum Traumstrand Es Caragol und weiter zur idylischen Cala Entugores.

Ausgangspunkt ist der Leuchtturm (Far) am Cap de ses Salines. Hier endet die schmale Straße, die durch den von hohen Zäunen umgebenen Landbesitz der Familie March bis zur äußersten Südspitze Mallorcas führt. Vor dem (verschlossenen) Areal des Leuchtturms wenden wir uns rechts zur Küste. Wir blicken nun auf die benachbarte kleine Insel Cabrera und rechts in der Ferne auf das Cap Blanc. Der flache, doch felsige Küstensaum wird hier aus hellem Kalkgestein gebildet. Dahinter grenzt ein ausgedehntes Dünengelände an. Den Zaum des Privatgeländes zur Rechten, laufen wir auf einem breiten Trampelpfad in westlicher Richtung. Voraus kommt der Ferienort Colónia de Sant Jordi in Sicht. Doch hier an der einsamen Küste des "Salinenkaps" ist von Touristentrubel nichts zu spüren. Nach etwa 15 Gehminuten passieren wir eine Hausruine. Hier beginnt ein hellsandiger Strandabschnitt, der allerdings weniger für Baderatten als vielmehr für Sonnenanbeter geeignet ist. Zum Meer hin ist hier der Untergrund nach wie vor felsig, lediglich in Vertiefungen landeinwärts wurde von dem oft recht kräftig wehenden Wind ein Gemisch aus zerriebenen Muschelschalen und Kalksandkörnern eingeweiht.

Wir passieren eine weit ins Meer vorgeschobene, schmale, dunkle Landzunge, die Punta Negra (20 Min.). In den Windschatten dieses Felskaps duckt sich ein kleiner Bootsschuppen. Dahinter erstreckt sich in einer halbkreisförmigen Bucht der traumhafte, hellsandige Naturstrand Platja des Caragol. Das nahegelegene Sommerhaus der Familie March verbirgt sich hinter hohen Zäunen und Gattern. Einst befand sich auch der gesamte Strand in Privatbesitz, bevor Anfang der 80er Jahre durch das Küstengesetz (Ley de Costas) der Meeressaum für das allgemeine Publikum geöffnet wurde. Zwei Betonbunker erinnern an die Zeit des Spanischen Bürgerkrieges, als der Strand von Punta Negra vor Landungstruppen gesichert werden sollte. Sehr interessant ist die völlig naturbelassene Strandflora. Hier gedeihen unzählige Dünen-Trichternarzissen (Pancratium maritimum), die im Sommer ihre großen, weißen Blüten treiben. Am Westrand des Strandes beginnt ein holpriger Fahrweg (35 Min), dem wir nun an der hier wieder felsigen Küste folgen. Einem weiteren, flacheren Felskap ist die winzig kleine Insel S´lllot vorgelagert.

Auf Höhe des Felseilands endet der Fahrweg schon wieder, und es geht geradeaus auf einem schmalen Trampelpfad weiter. Längst ist der helle Kalkstein des Salinenkaps durch rötlichbraune, ebenfalls kalkige, doch in Schichten angeordnete Sediment abgelöst. Wir passieren einen weiteren Bunker (45 Min.), dessen Baumaterial zum Teil aus flachen Gruben in der unmittelbaren Umgebung entnommen wurde. Die Küstenlinie steigt nun ein wenig an. Wir laufen auf einem Felsplateau einige Meter über dem Meer. Hier ist der Pfad wieder deutlicher zu erkennen. Er verläuft unmittelbar neben dem Begrenzungszaun des Privatgeländes zur Rechten. Auf dieser windgepeitschten, trockenen Oberfläche finden wir wiederum eine äußerst interessante Vegetation vor. Nur wenige Arten von Dickblattgewächsen, die einen polsterförmigen Wuchs aufweisen, kommen mit den extremen Bedingungen in dieser salzreichen Umgebung zurecht. Dann öffnet sich vor uns die Cala Entugores, das Ziel unserer Wanderung.

Auf kiesigem Untergrund laufen wir in die tief ins Land eingeschnittene Cala hinein. Das Innere der Bucht ist nach 1 Std. Gehzeit erreicht. Auch sie wurde im Spanischen Bürgerkrieg durch zwei Bunker gesichert. Vor dem schmalen Strand haben Angler ein paar Bojen für ihre Kähne ausgelegt. Ansonsten ist dies ein sehr idyllischer Ort, von Dünen und Pinienwald umgeben. Hier finden wir einen schattigen Rastplatz und können anschließend auf demselben Weg zum Leuchtturm zurückkehren( 2 Std.).


Das Micro Klima in Campos


In Campos werden das ganze Jahr über Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 12,9 l/m². Die höchste Niederschlagsmenge verzeichnet man im Oktober mit 71,3 l/m². Die höchste Niederschlagmenge wurde am 05. September 1989 registriert, wo 192 l/m² fielen.



Brauchtum und Festkultur

Wochenmarkt: Donnerstags und Samstags, Plaça de sa Creu.

Feste:
Sant Julià und Santa Basilissa: 09. Januar
Mare de Déu d´agost: 14. Und 15. August

Einwohner 2007: 8.759



 
  
 
 
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