Die weitläufige Gemeinde Felanitx zeichnet drei verschiedene
Landschaftsbilder auf. Das Küstengebiet, das zu der Marina de Llevant
gehört, weist Schluchten auf, die sich durch die Sturzbäche
gebildet haben. Diese Wasserläufe münden in den verschiedenen
Buchten, von der cala Ferrera im Süden bis zu s´Algar im
Norden. Die größte Bucht ist die des Port de Felanitx, die
größte Bucht im Osten der Insel. Das zweite Landschaftsbild
wird durch die Serra de Llevant gebildet. Die kleinen Berge sind durch
weitläufige Täler getrennt, ergeben ein anderes Bild als die
dichtbewaldeten Hänge. Trotz der geringen Höhe der Berge,
verbergen sie doch einige botanische Überraschungen, wie die Zistrose
auf den Gipfeln von Sant Salvador und Santueri. Ferner findet man in
dieser Gemeinde die Täler im Inneren, die zum Pla de Mallorca gehören.
Dieses Gebiet ist intensiv genutzt worden. Getreidefelder, Weinanbau
und Mandelbäume charakterisieren diese Gegend.
Fakten
Die Gemeinde Felanitx erstreckt sich über eine Fläche
von 169,8 km² In der Gemeinde Felanitx leben derzeit ca. 17.400 Personen. Die Bewohner von Felanitx nennen sich in der mallorquinischen
Heimatsprache "Felanitxerí" (die weiblichen "Felanixera").
Zu dieser Gemeinde gehören Ortschaften wie: Cas Concos, Es
Carritxó, Cala Ferrera, Cala Serena, Portocolom und Son Mesquida.
Die mittleren Niederschläge betragen in diesem Gebiet
500-600 l pro Quadratmeter im Jahresdurchschnitt, wobei im Oktober
mit ca. 75 Litern pro Quadratmeter die meisten Niederschläge
fallen. Die regenärmste Zeit ist im Juli mit nur ca. 14,7 Litern.
Zu dieser Gemeinde gehören sieben Erhöhungen, von denen
der Puig de Sant Salvador mit 494 die höchste ist, und der
Puig des Coll mit 223 die niedrigste
Sehenswürdigkeiten
Sant Miquel Aus dem Jahr 1248 stammt das erste Dokument über die
Pfarrkirche, die heute durch eine große Freitreppe beeindruckt.
Der Legende nach versiegt das Wasser des nahe gelegenen Margarethenbrunnens
nie; es gilt als Symbol ewiger Liebe.
Ermita San Salvador Das Kloster liegt auf dem gleichnamigen 509 m hohen Berg,
etwa 5 Km von Felanitx entfernt. Das Kloster wurde bereits 1348
gegründet und ist eines der bedeutendsten Wallfahrtsorten Mallorcas,
nach dem Kloster Lluc. Von der Anlage aus hat man bei gutem Wetter
eine herrliche Aussicht über fast ganz Mallorca.
Heute ist das Kloster samt seiner Herberge ( Übernachtungsmöglichkeiten
in einfachen Zellen, Anmeldung unter Tel. 82 72 82 ) vor allem Ausflugsziel.
Die Klosterkirche ( 1617 ) präsentiert sich als schmuckloser
Bau mit einer Madonnenstatue ( 13. JH. ) und einem gotischen Retabel
aus Alabaster. Diese einzige Steinschneidearbeit der Insel stammt
aus der Schule von Guilem Sagrera ( um 1553 ) und zeigt das Abendmahl.
Im Vorhof eine weitere Darstellung des Abendmahls, hier in Form
der Nachbildung eines Reliefs vom Mirador - Portal der Kathedrale
von Palma. Über dem Portal zum Hof befindet sich ein wunderschönes
Madonnenbild, dessen Ursprung unklar ist. Auf dem Berg gegenüber
liegt das Castell de Santueri, jetzt nur noch Ruine. Allerdings
sollte man allein wegen des weiten Blicks die Mühe des Aufstiegs
auf sich nehmen.Den Schlüssel für das Castell selbst erhält
man auf dem Bauernhof kurz vor dem Eingang. Feste Öffnungszeiten
gibt es nicht.
Castell de Santueri Etwa zwei Kilometer südlich von Felanitx Richtung Santanyí
geht es zum Castell de Santueri. Auf diesem Berg errichteten die
Römer einen Wachturm, um die weite Aussicht über die Südspitze
zu nutzen. Später errichteten die Mauren eine große Festung,
in der sie sich ein ganzes Jahr verschanzten, ehe es dem Heer Jaumes
I. es gelang, sie zu erobern. Heute sind nur noch Teile der Außenmauer
und Türme erhalten. Von hier oben hat man eine herrliche Aussicht
auf Cabrera. Allein dafür lohnt sich der Weg über die
schlaglochreiche und enge Straße.
Brauchtum und Festkultur
Wochenmarkt:
Der Wochenmarkt in Felanitx findet Samstags auf der Plaça
de la Constitució statt.
Feste:
Die Festtage in Felanitx sind: Santa Margalida am 19. und 20 Juli
Sant Agustí am 28. August Feste und Märkte: Maifest
am zweiten Sonntag im Mai Sant Agustí am 28. August