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 Santa Maria
 
 
 © Klaus Siepmann    
Kirche in Santa Maria  
Der Ursprung des kleinen Landstädtchens geht sicher auf die Mauren zurück.
Aber bereits vor der arabischen Herrschaft, zu Zeiten der Römer war dies der Weg von Palma zum alten Pollentia, heute Alcudia.
Santa Maria war die erste Raststation, wenn man nach Norden reiste. Man sollte doch meinen, dass ihre strategische Lage dieser Ortschaft den Namen gegeben hat.

Santa Maria del Cami, dass man wortwörtlich mit „Sankt Marien des Weges“ übersetzten müsste. In Wahrheit wird der Ort nach der gleichnamigen Kapelle in La Garriga, in Katalonien, benannt, die unter der Schirmherrschaft der Familie Santaeugenia stand.
Und ein bedeudender Vertreter dieser Familie, Bernat de Santaeugenia, war der erste Herr dieser Gegend nach der katalanischen Eroberung Mallorcas und hat der Siedlung , die dort gegründet wurde , diesen Namen gegeben.


Wirtschaft

Die Wirtschaft von Santa Maria del Cami basiert heute unter anderem auf dem Kleinhandel und auf der Herstellung von Betonelementen für die Bauwirtschaft, aber die „Santamariers“ haben sich vor allem in der Textilbranche einen Namen gemacht. Vor allem deswegen, weil ein verdienter Handwerker sich erfolgreich vorgenommen hat, die alte Tradition der mallorquinischen Weber wieder lebendig zu machen. Heute ist seine Werkstatt eine der wenigen, die immer noch das typische „ Teixit de llengües“- oder de „Llengos“, wie man in der mallorquinschen Mundart sagt- herstellt.
“Llengua“ bzw. „Llengo“ heisst auf Katalanisch Zunge, und das „Teixit de llengos“ ist ein Tuch, das auf weißem Untergrund so eine Art von Flammenzungen macht, ursprünglich normalerweise in blauer Farbe, aber inzwischen in sehr verschiedenen Farbkombinationen. Die Werkstatt wird inzwischen in der zweiten Generation betrieben und ist eine der Sehenswürdigkeiten von Santa Maria del Cami.

Der Ort

Der Ort, wie man ihn aus der Sicht des durchreisenden Autofahrers erlebt, wird geprägt von den unzähligen bunten Schildern, die für den Einkauf der Ledererzeugnisse werben und auf Gratisproben in den Bodegas hinweisen. Die Pfarrkirche Santa Maria ist ein wuchtiges von einem Steingarten umgebenes Gotteshaus ( vor 1246) mit dem Bildnis der Maria am Hochaltar und einer Innenausstattung von Francisco Herrera. Das Ex- Convento de Minimos liegt unmittelbar an der Hauptstrasse und ist heute Monumento Historico Artistico Provincial. Der Kreuzweg gilt wegen seiner Schönheit als einer der eindrucksvollsten auf Mallorca. In den Räumen des im 18. Jh. gegründeten Klosters ist heute das Museo Balear untergebracht: Funde aus der Vor- und Frühgeschichte der Insel, Gegenstände des mallorquinischen Brauchtums und Trachten des 18.und 19. Jh.

Wein:

Die hier gekelterten Tropfen tragen schon die Herkunftsbezeichnung „ Binissalem“. Eine schöne Sitte sind die Kiefernzweige, die im Herbst vor einigen Kellereien zeigen, dass hier Wein ausgeschenkt wird: Ist der Zweig grün, gibt es jungen Wein, trockene Zweige signalisieren ein ausgereiftes Gewächs.

Einwohner 2007: 5.497



 
  
 
 
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