 |
|
|
© respective owner
|
|
Auf den Balearen gibt es ein gutes und dichtes Netz von Grund- und
weiterführenden Schulen.
Jedes Dorf hat eine Grundschule, jeder grössere
Ort ein "Instituto" zusätzlich gibt es hervorragende private
Gesamtschulen, die meistens zu einem katholischen Orden gehören.
Darüberhinaus gibt es mehrere englischsprachige Privatschulen sowie
zwei deutsche Schulen.
Bei Neu-Mallorquinern ist eine Tendenz festzustellen, die Kinder
in eine der genannten ausländischen Privatschulen zu schicken, was
meistens mit Sprachproblemen begründet wird, unter anderem auch damit,
dass die Kinder in der spanischen Schule auch Katalanisch lernen müssten.
"Catalán" ist eine Sprache, die auf der Welt von ca 6.000.000
Menschen gesprochen wird, zugegebenermassen ist das keine Weltsprache. Dänisch
wird auch nur von ca 6.000.000 Menschen gesprochen und dennoch würde
es niemandem einfallen, der nach Dänemark zieht, seine Kinder nicht
in eine dänische Schule zu schicken. Keine Angst vor "catalán",
die Kinder lernen in der spanischen Schule auch "castellano" (spanisch)
und das wird von ca. 500 Mio. Menschen gesprochen.
Ein weiterer Vorteil der spanischen Schule ist der, dass die Kinder
mühelos dort integriert werden und dort ihre kulturellen Wurzeln haben,
wo sie leben. Schickt man die Kinder in eine ausländische Schule, verbleiben
diese und ihre Eltern in einem ausländischen Ghetto und Letztere verwandeln
sich in die Chauffeure ihrer Kinder. Es verbleibt ja nicht beim Transport
zur und von der Schule. Da die Freunde der Kinder nicht "um die Ecke"
wohnen, darf man sie auch noch am Wochenende zu Kindergeburtstagen etc.
über die Insel kutschieren.
Wichtig ist auch dies: Bei ausländischen Schulen wird es in den oberen
Klassen oft sehr dünn, weil viele Eltern sich entschliessen, dass die
Kinder das Abitur oder das A-level im Heimatland absolvieren sollen. Wer
sein Kind in die spanische Schule schickt, kann sicher sein, dass das Angebot
bis zur Hochschulreife durchgehend und gleichbleibend vorhanden ist.
Verfasser:
Hans Freiherr von Rotenhan, Abogado.
Ansässig auf den Balearen seit 1978, seit 1991 auf Mallorca, Anwaltszulassung
1993. Er ist Spezialist für ausländische Investitionen auf den
Balearen.
 |
|
|
© gap
|
|
Das staatliche spanische Schulsystem:
Das spanische Schulsystem unterscheidet sich vom deutschen unter anderem auch in der hier vorbildlichen Vorschulerziehung. Nach der Kinderkrippe ( guardias ) bis zum vollendeten 3. Lebensjahr folgt der Kindergarten ( 3 bis 6 Jahre ), in dem zwingend bereits die vorschulische Ausbildung ( u.a. Buchstaben und Zahlen lernen ) beginnt.
Dann folgen sechs Jahre Grundschule, die Primaria.
An die Grundschule schließen sich vier Jahre Sekundarschule, die Educación Secundaria Obligatoria - E.S.O. an. Diese unterteilt sich in zwei 2jährige Abschnitte und läßt im letzten Schuljahr die Belegung von Wahlfächern zur späteren Spezialisierung zu. Die zehn Jahre Schulpflicht werden ohne eine Abschlußprüfung beendet. Ein positiver Abschlußbericht in allen Fächern verleiht den Schülern jedoch einen Abschluß entsprechend der deutschen "Mittleren Reife".
Je nach Wahl steigen die Schulabgänger dann sofort ins Arbeitsleben
ein oder spezialisieren sich in privaten Akademien oder Berufsfachschulen.
Wer ein Studium aufnehmen will, muß nach der Sekundarschule zwei weitere Jahre büffeln. Der Besuch eines sogenannten "Instituto" (ähnlich der deutschen Gymnasium Oberstufe) führt zu einem dem Abitur ähnlichen Abschluss mit dem Grad "Bachiller". Ebenfalls zwei Jahre dauert eine technische Fachausbildung mit kombiniertem Schulbesuch und praktischer Ausbildung in einem Unternehmen zum "Tecnico Especialista". Auch hier besteht die Möglichkeit - nach einer Aufnahmeprüfung - ein Studium aufzunehmen.
Die verschiedenen Schultypen auf Mallorca:
Neben der staatlichen spanischen Regelschule mit Schulpflicht von 6 - 16 Lebensjahren , die für alle Residenten zugänglich ist, gibt es zwei weitere Schultypen: die - oft kirchliche - Privatschule ( "Colegio") und zahlreiche "internationale Schulen", darunter auch zwei deutsche Schulen ( siehe "Schulen" hier auf vivamallorca ).
Nahezu alle Spanier, die es sich leisten können, schicken Ihre Kinder auf die privaten "Colegios", die zwar Schulgeld kosten, aber ein höheres Bildungsniveau vermitteln sollen.
Und auch die ausländischen Residenten verschmähen für Ihre Kinder oft die staatlichen Schulen und entscheiden sich - trotz der obig vorgebrachten Vorbehalte - für die sogenannten "internationalen Schulen".
|