Er reicht von total ruhig bis laut und quirlig. Viele der mallorquinischen
Strände werden Jahr für Jahr mit der "Blauen Flagge"
des Europarates für besondere Sauberkeit aus-gezeichnet, aber Baden
ist auch in allen anderen Buchten unbedenklich. Achten Sie aber bei unbeständigem
Wetter auf die Strandflaggen:
R0T heißt Baden verboten - Lebensgefahr! Unterschätzen Sie
auf keinen Fall die Strömung an der Ostküste. Jedes Jahr ertrinken
zahlreiche Urlauber. Auch gute Schwimmer haben keine Chancen, wenn sie
aufs Meer hinausgezogen werden. Einige Strände haben in vorbildlicher
Weise Baywatcher in der Saison eingesetzt, andere sind völlig unbewacht.
Deshalb: Seien Sie nicht zu leichtsinnig und behalten Sie vor allem Kinder
im Auge.
Cala Mondragó
Im Südosten einer der schönsten, daher in der Saison auch oft
recht vollen, Strände, ca. 220 m breit. Die beiden feinsandigen Buchten
liegen im Naturschutzgebiet. Anfahrt über Santanyi, der Weg ist ausgeschildert
bis zum Parkplatz vor der Bucht.
Cala Mesquida
Geheimtip im Norden,
über 500 m Sanddünen, dahinter Gebirgszug, Anfahrt über
Artá, Richtung Cala Rajada, in Capdepera li. ab bis zum Parkplatz im
Pinienwald.
Cala Guya
In der Nähe von Cala Rajada. Große, weite Sandbucht, allerdings
nicht allzu breiter Strand (ca. 30 m), Strandkiosk. Ideal zum Surfen.
Camp de Mar
Hübscher kleiner Sandstrand mit Wassersteg zu
einem Lokal, familienfreundlich, Restaurants, Kioske, Parkplätze.
Seit Bau der Golfanlage geht's hier etwas hektischer zu und in der Hauptsaison
die Parkplätze regelmäßig überfüllt, das bedeutet,
daß Sie Ihre Badesachen schon einige Meter schleppen müssen.
Anfahrt Umgehungsstraße Peguera Ri. Andratx, hinter Peguera li.
abbiegen nach Camp de Mar.
Es Carbo
Schöner, weitgehend unberührter Naturstrand hinter Colonia Sant
Jordi. Gehört zum Grundbesitz der Bankiersfamilie March, ist aber
der Öffentlichkeit zugänglich. Hinter Colonia Sant Jordi führt
ein 2 km langer Fußweg zum Strand. Für Autos keine Parkmöglichkeiten.
Trotzdem: es lohnt sich!
Es Trenc
"Der" Traumstrand der Insel zwischen Ses Covetes und Colonia
Sant Jordi im äußersten Süden Mallorcas, früher absoluter
Geheimtip, heute in jedem Reiseführer. 3,5 Kilometer Dünenlandschaft
(ein bißchen wie Sylt), trotzdem in der Saison manchmal überlaufen.
Die Naturschützer laufen Sturm gegen die zu große Belastung
durch den Menschen; immerhin ist der Strand in den letzten Jahren bereits um fünf Meter geschrumpft. Strandlokale, großer Parkplatz (Gebühren von 9 - 21 Uhr), FKK-Gelände. Strand-Rampe
für behinderte Badegäste. Anfahrt über Santanyi, Ses Salines
(ziemlich enge Straße durch das Gebiet der Salzseen, nächstliegende
Zufahrt ist "Ses Covetes").
Playa de Palma / Strand von Arenal und "Ballermann"
Auch wenn Tom Gerhardt in seinem "Ballerman"-Film und die Medien
in allen Klatschblättern von unglaublichen Geschichten über
den Strand von S'Arenal (speziell am Balneario/Kiosk Nr. 6) berichteten:
Der kilometerlange, gepflegte Sandstrand in der östlichen Bucht von
Palma ist einen Besuch wert. Hier können Sie laufen, soweit die Füße
tragen, immer schön am Wasser entlang, vorbei an Sonnenhungrigen
aus ganz Europa, an hübschen, häßlichen, dicken, dünnen,
lauten, leisen - und zur Entspannung schauen Sie einfach auf die andere
Seite, raus aufs Meer. Oder Sie bummeln (oder fahren mit der Minibahn)
auf dem neuen, verkehrsberuhigten Palmen-Boulevard zwischen Can Pastilla
und S'Arenal, vorbei an vielen Lokalen, die von Rheinischem Sauerbraten
bis Tortilla das ganze deutsch-spanische Eß-Repertoire der preiswerten
Art offerieren. Und wer daran Spaß hat, kann sich natürlich
am Ballermann niederlassen und sich inmitten einer feuchtfröhlichen
Urlaubsgesellschaft mit deutschen Schlagern zudröhnen. Oder sich
gegenüber am Strand zwischen Strandliegen, Bierdosen und Sangria-Eimern
unters sonnengerötete Volk mischen, das sich hier nachmittags schon
wieder auf eine lange Nacht fittrinkt oder-schläft. Erstaunlich,
wieviele Urlauber auch der älteren Generation sich an diesem versoffenen
Fleckchen Strand wohl fühlen und das quirlige Remmidemmi sichtlich
genießen. Übrigens: Vom "Balneario 6" ist die berühmt-berüchtigte
Aufschrift "Ballermann" verschwunden, die spanische Bezeichnung
gibt den Ton an. Und auch sonst soll's züchtiger zugehen: Die Sektkübel,
aus denen Sangria literweise geschlürft wurde, gibt es nicht mehr.
Große Gläser, die jetzt als Ersatz dienen, sollen 6-Gläser-Trägern
weichen, damit jeder seinen Maxi-Strohhalm separat eintauchen kann, ohne
auf das Gruppenerlebnis zu verzichten.
Portals Vells
Kleiner Sandstrand in idyllischer Bucht (in der Nebenbucht Playa de Magó
auch Nacktbaden möglich). Im Sommer ziemlich voll, vor allem, wenn
die Ausflugsboote mittags anlanden. Kleines Strandrestaurant, Tretbootverleih,
Besichtigung Höhlenaltar. Zufahrt von Palma Richtung Andratx, am
Autobahnende links in den Kreisel, Richtung Magaluf, vorbei am Aquapark
und am Golfplatz Poniente, immer geradeaus durch Pinienwälder.
Sa Canova
Rund 1500 Meter flacher Sandstrand, ruhig und unberührt in der sonst
überlaufenen Bucht von Alcúdia. Strandkiosk Fehlanzeige. Über
die Straße Alcudia-Artá, Abzweigung Son Serra de Marina.
Kein Parkplatz am Strand, also Rest per Pedes.
Sant Elm
Westlichste Inselbucht mit Sandstrand, Aussicht auf die Insel Dragonera
(Überfahrt mit Booten, siehe unter Ausflüge). In der Hauptsaison
ganz schön voll. Parkplatz rechts gegenüber. Anfahrt über
Andratx, Richtung Sant Elm.
Quelle: Ratgeber Mallorca, Alfred Friedrich 7
bis 7 Freizeitverlag
E-Mail: fred7bis7@arrakis.es
Buchtip: www.jowi.de/mallorca