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Rund ums Autofahren in Mallorca



1) Informationen in Bezug auf die Zulassung von Fahrzeugen
2) Abschleppen     
3) Autopannen  
4) Leihwagen    

 
 
 
 1) Informationen in Bezug auf die Zulassung von Fahrzeugen


Palma  
 © soltero-cars    
Ausländer, die ihren festen Wohnsitz nicht in Spanien haben, dürfen ihre Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen 183 Tage pro Kalenderjahr auf Mallorca fahren. Nach Ablauf dieses Zeitraumes hat das Fahrzeug entweder Spanien zu verlassen, oder es muss in Spanien zugelassen und mit spanischen Kennzeichen versehen werden.

Ausländer, die in Spanien eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen, dürfen ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung keine Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen fahren - in diesem Fall ist nach Erteilung der "Residencia" das Fahrzeug in Spanien zuzulassen.
Da sich die Vorschriften in Bezug auf die Zulassung von ausländischen Fahrzeugen in Spanien und die dafür erforderlichen Dokumente häufig ändern, ist zu empfehlen, dass sich Fahrzeugbesitzer unmittelbar vor der Zulassung ihres Autos oder Motorrades in Spanien über die erforderlichen Schritte informieren. Sobald ein Ausländer eine Aufenthaltsgenehmigung in Spanien erhält, hat er die Verpflichtung, seinen ausländischen Führerschein in Spanien registrieren zu lassen oder ihn gegen einen spanischen Führerschein auszutauschen. Zuständig für diese Bearbeitung ist die Verkehrsbehörde (Jefatura Provincial de Tráfico).

Sämtliche Behördengänge können durch den Bürger selbst vorgenommen werden - oder bei entsprechenden Unternehmen (Beratungsbüros, Gestorías) in Auftrag gegeben werden.

WICHTIGER HINWEIS: Die hier aufgeführten Informationen über die gesetzlichen Vorschriften gelten zum Zeitpunkt Dezember 2000. Änderungen der bestehenden Vorschriften können jederzeit und ohne Vorankündigung in Kraft treten.

Autor: Egon Garding, Blickpunkt Mallorca

 
 
 2) Abschleppen

 

 
   
In Spanien ist jedes private Abschleppen verboten, d.h. wenn Ihr Auto sich nicht mehr aus eigener Kraft fortbewegt, müssen Sie eine "Grua", einen Abschleppwagen hinzu rufen.

Wenn Sie bei Ihrer Versicherung in Spanien oder in Deutschland gegen solche Pannen versichert sind, sollten Sie die sofort anrufen, als ADAC-Schutzbrief-Versicherte haben wir selber mit dem deutschen Automobilclub schlechte Erfahrungen gemacht. Rufen Sie Ihre Versicherung oder Werksvertretung wegen des Abschleppens an - Verlangen Sie die Abschlepptarife, bevor Sie sich an den Haken legen lassen. Alle Leistungen müssen detailliert angegeben sein. - Bei Zweifeln rufen Sie die Guardia Civil-Traffico oder Polizei.

Erwähnt werden muss noch, dass die Preise fürs Abschleppen beim falschen Parken oder Überschreiten der Parkzeit in kontrollierten Bereichen wesentlich höher liegen, weil die Abschleppunternehmen den Ayuntamientos eine hohe Gebühr für das Abschlepprecht zahlen müssen. Oft werden beim Abschleppen in der Stadt die Grenzen des Erlaubten überschritten, wer klagt, gewinnt oft. Aber - bis Ende der Klage erhält man - widerrechtlich - sein Auto nicht. Da verzichtet man besser auf den Gang zum Gericht!

Autor: Egon Garding-Blickpunkt Mallorca

 
 
 3) Autopannen

 

 
 © soltero-cars    
Wenn Sie mit Ihrem Leihwagen liegen bleiben, rufen Sie am besten die Mietwagenfirma an, um zu erfahren, wie Sie sich verhalten sollen.

Falls Sie mit dem eigenen Fahrzeug eine Panne haben, rufen Sie entweder den RACE (Automobilclub von Spanien) in Palma unter 971 715140 oder als ADAC-Mitglied den deutschsprachigen Notrufdienst des ADAC in Barcelona unter 93 - 4787878 (ganzjährig). Falls Sie sich in der Nähe einer Notrufsäule befinden, drücken Sie einfach den Pannen- oder Unfallknopf und rufen damit automatisch den Pannenhilfsdienst oder einen Krankenwagen.

Quelle: Ratgeber Mallorca, Alfred Friedrich 7 bis 7 Freizeitverlag,
e-mail:info@berlin7bis7.de


 
 
 4) Leihwägen


 
 © soltero-cars    
Verkehrsregeln

In der Hauptsaison bevölkern zusätzlich zu den einheimischen Fahrzeugen noch rund täglich 30.000 Leihwagen die Straßen und tragen so zu einer entsprechend hohen Verkehrsdichte bei. Der Mallorquiner zieht auf der Autopista in der Freizeit eher gemächlich dahin, reagiert als Berufsfahrer allerdings schon gereizt, wenn Sie vor ihm gemütlich auf engen Land- oder Passstraßen zuckeln und er zeitgestreßt an Ihrer Stoßstange kleben muss. Also - lieber mal rechts ran und die Eiligen vorbeilassen.

In Palma sollten Sie sowenig wie möglich fahren, denn die Verkehrsdichte ist die größte in ganz Spanien. Bedenken Sie bitte, dass die Insulaner beim Abbiegen nicht immer den Blinker einschalten (obwohl dies selbst zum Überholen vorgeschrieben ist), dass ein Zebrastreifen für Fußgänger noch lange kein Freibrief ist und dass der Spanier insgesamt wenig Respekt vor Ampeln und der Straßenverkehrsordnung hat. Wer hier bereits bei Gelb bremst, muss damit rechnen, dass der Einheimische noch bei Rot an ihm vorbei braust oder hinten aufsitzt. Also, beim Bremsen auf jeden Fall auch den Rückspiegel im Auge behalten!

Wenn sich aus einem geöffneten Fahrerfenster der Arm eines Vordermanns zeigt, seien Sie auf jeden Fall auf der Hut: Hier wird lässig angezeigt, dass man links oder rechts abbiegen wird. Auch Motorradfahrer geben z. B. durch hochgehobenen linken Arm (der im rechten Winkel gehalten wird) an, dass sie rechts abbiegen wollen. Also, da ist schon einiges gewöhnungsbedürftig.

Ganz wichtig: Es gibt jede Menge Kreisverkehr (auch auf dem Land), der für Zügigkeit sorgt. Vorfahrt hat immer das Fahrzeug, das sich bereits im Kreis befindet (Ausnahmen werden durch Zeichen oder Ampeln geregelt).

Achten Sie darauf, dass Sie und Ihre Mitfahrer angeschnallt sind, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten (Stadtverkehr 50, Landstraßen 90 km/h, Autobahnen 120 km/h) und keine durchgezogenen weißen Linien überfahren. Die Policia ist äußerst wachsam, und die Strafen sind wesentlich höher als in Deutschland.

Auch die Alkoholkontrollen sind gegenüber früher verstärkt worden - bei mehr als 0,5 Promille gibt's Ärger! Und: Abschleppen mit Privatwagen ist streng verboten! Sicherheitsgurte anlegen ein Muss.

Übrigens: Radfahren auf Mallorca ist "in". Sie werden es an vielen Radler-Gruppen merken, die sich auf den Straßen (vor allem auf Gebirgsstrecken) manchmal breiter machen, als Ihnen lieb ist. Überholen Sie nur, wenn Sie wirklich freie Sicht haben und rechnen Sie notfalls mit einem "Ausscherer".

Quelle: Ratgeber Mallorca, Alfred Friedrich 7 bis 7 Freizeitverlag,
e-mail:info@berlin7bis7.de

 
  
 
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