Versteht man "Delikatessen" einfach als lokale Köstlichkeiten,
so hat Mallorca davon eine ganze Menge zu bieten.
Wir beschränken uns hier auf einheimische Spezialitäten.
Wer trotzdem während seines Mallorca-Aufenthaltes Beluga Kaviar, Appenzeller
Käse, Erdnußbutter made in USA, Düsseldorfer Löwensenf
und Wiener Würstchen haben muss, findet die größte
Auswahl ausländischer Lebensmittel und Spezialitäten in den Gourmet-Clubs
des El Corte Inglès (2 große Warenhäuser in Palma) und in
den großen Supermärkten Alcampo und Carrefour.
Zurück zu Mallorcas Köstlichkeiten.
Obst und Gemüse: Wird mehrfach im Jahr geerntet. Köstlich sind die Orangen,
die rund um Soller wachsen, einzigartig die Pimientos,
kleine scharfe grüne Mini-Paprikaschoten, die frisch aus der Pfanne
mit grobem Meersalz gewürzt, als "Pimientos
de Padrón" auf den Tisch kommen (Achtung! Jede fünfte
ist superscharf!). Ein echtes Snackerlebnis bieten die eingelegten Oliven,
die es auf allen Märkten und in vielen guten Feinkostgeschäften
gibt.
Mandeln: Mandeln sind ein wichtiges Naturgut der Mallorquiner und entwickeln
sich zum wichtigen landwirtschaftlichen Exportartikel.
Köstlich ist der klassische Gato de Almendras,
ein trockener Mandelkuchen, der mit Vanilleeis serviert wird. Spektakulär:
Die Mandelblüte ab Ende Januar.
Süßes und Kuchen: Die Mallorquiner lieben Süßigkeiten. Die bekannteste
Variante ist die "Ensaimada",
eine süße Hefeschnecke, die vor dem Backen mit Schweineschmalz
bestrichen wird. Ensaimadas gibt es in allen Größen und Geschmacksrichtungen
(natur, mit Puderzucker, mit Pudding, mit Creme, mit Schokolade, etc.).
Verpackt werden die Schnecken in sechseckige bunte Kartons, die man wunderbar
als Handgepäck im Flieger transportieren kann.
Wurstspezialitäten: Die wohl bekannteste Delikatesse der Insel ist die Sobrassada,
eine Kreuzung zwischen Mettwurst und Salami, die mal pikant, mal feurig
daherkommt und von schwarzen Schweinen stammt. Die rote Farbe hat sie
von der Paprika.
Richtig gute Sobrassada bekommt man direkt in den Schlachtereien, in den
Feinkostläden und bei guten Metzgern.
Gleiches gilt für die Butifarrón,
eine dunkle Kräuter-Blutwurst.
Käse:
Auf den Balearen wird
viel Käse produziert und gegessen. Zugegeben, die edlen Käse
von der kleinen Nachbarinsel Menorca sind bekannter als ihr mallorquinisches
Pendant, aber lecker sind sie trotzdem, die Quesos
Mallorquines. Man unterscheidet je nach Reifegrad: Queso
tierno = weicher Käse, leicht zu schneiden, milder Geschmack. Queso semicurado = etwas reiferer Käse,
fester in der Konsistenz. Queso curado = ausgereifter
Käse, feste Konsistenz, oft würzig-pikant.
Diese drei Varianten gibt es bei allen gängigen Sorten.
Fleisch:
Spitzenklasse sind die schwarzen Schweine,
die auf Mallorca gezüchtet werden. Ihr Fleisch ist fettarm und sehr
aromatisch. Gutes Lammfleisch finden Sie in Metzgereien, die mallorquinisches
Lammfleisch anbieten. Bei den Fleischtheken in den Supermärkten stehen
die mallorquinischen Frauen in der Schlange - Fleisch wird hierzulande
noch reichlich konsumiert.
Fisch: Auf Mallorca in guten Restaurants immer fangfrisch. Je nach Saison
werden Doraden, Wolfsbarsche, Seehechte, Steinbutt, Seezunge, Zackenbarsche,
Tintenfische, Babytintenfische und Sardinen gefangen. Als Delikatesse
gilt der Fisch in Salzkruste, z.B. die Dorade.