
© Volker Dannenmann |
Spitzenköche aus kühleren europäischen Regionen haben
ihr Herz für Mallorca entdeckt.
Neben rustikaler bürgerlicher
Küche finden Gourmets jetzt auch genau das auf der Insel, was sie in
München, im Elsaß und in Südfrankreich lieben. Dank der
Konkurrenzsituation lassen die Spitzenköche ihrer Fantasie freien Lauf.
So entstand die "neo - mallorquinische Küche": Klassische,
eher fett- und kalorienreiche Rezepte werden zu leichten, aromatischen Gaumenfreuden,
die man ohne Reue genießen kann. Dazu gibt es Spitzenweine aus dem
gut sortierten hauseigenen Weinkeller. Dass ein Abend dann preislich
dort landen kann wo die Last Minute Preise für eine Woche Mallorca
anfangen - naja.
Die größte Dichte der Sterneköche finden
Sie im Südwesten und Westen der Insel - in Puerto Portals, Port d'Andratx,
um Deià und Sóller, aber auch in den so genannten Hamburger
Hügeln rund um den Golfplatz Vall d'Or.

© Volker Dannenmann |
Wichtig:
Der Essrhythmus der Mallorquiner unterscheidet sich von dem in Deutschland
erheblich. In der Siestazeit wird ausgiebig zu Mittag gegessen (zwischen
13.30 Uhr und 17.00 Uhr). Entsprechend spät folgt auch das Abendessen
(nicht vor 21.30 Uhr).
Richtiges Verhalten:
Sich in einem Restaurant einfach an irgendeinen Tisch zu setzen ist schon
der erste Verstoß gegen die ungeschriebenen Verhaltensregeln. Richtig:
warten Sie, bis man Sie begrüßt und Ihnen einen Tisch zuweist.
In beliebten und angesagten Restaurants unbedingt vorher reservieren.
Zum Leidwesen der Hundebesitzer dürfen die Vierbeiner grundsätzlich
nicht mitkommen. Ausnahmen (die den großzügigen Gastronomen jedoch
eine Menge Ärger einbringen können) werden schon einmal in Restaurants
mit Terrasse gemacht.
 © Klaus Siepmann |
Bezahlen:
Die Rechnung kann für so manchen Neuling eine Über-
raschung
bringen:
Denn die Preise in den Speisekarten enthalten oft keine IVA (=Mehrwertsteuer).
Hinzu kommt, dass clevere Ober, vor allem in Touristenzentren, unsicheren
Gästen oft den "frischen Fisch des Tages" empfehlen. Der
ist dann zwar meistens wirklich frisch, oft aber wesentlich teuer als der
Teuerste in der Karte. Zum Glück akzeptieren die meisten Restaurants
Kreditkarten (Mastercard, Eurocard, Visa, Diners, American Express).
Auf Mallorca geht die Reihenfolge so: Erst die Rechnung, dann zahlen (hierbei noch kein Trinkgeld geben!),
Wechselgeld oder Kreditkartenbeleg abwarten und dann erst Trinkgeld geben
und z.B. auf dem Porzellanteller liegen lassen. Übrigens: Spanier geben grund-sätzlich kein oder nur wenig Trinkgeld. Dies geht von 20 Cent bis 2-3 Euro pro Tisch. Da sind Deutsche traditionell grosszügiger und deshalb gern gesehen. Mehr als im heimischen Lokal sollte man jedoch auf keinen Fall geben.
Sprache:
Viele der neueren Gourmettempel sind in deutscher Hand. Dennoch:
Vor dem Besuch eines einheimischen Spitzenkochs lohnt sich ein Blick in
den Urlaubssprachführer. Schon mit ein paar freundlich gestammelten
Brocken werden Sie freundlicher begrüßt, besser platziert, netter
bedient, wissen was Sie bestellen und haben deshalb einfach mehr Spaß.
Wer es ganz genau wissen will, nimmt sich den Essdolmetscher Spanisch
mit!
zu den Mallorca Top Restaurants
Quelle: Ratgeber Mallorca, Fred Friedrich, 7bis
7 Freizeitverlag
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