Nahezu sieben Monate des Jahres laden die lauen Temperaturen auch
abends zum Draußen sitzen ein.
Kein Wunder also, dass fast alle Restaurants der Insel entweder eine
Terrasse, einen Patio (=Innenhof), einen Dachgarten oder einen richtigen
Garten haben.
Wir verstehen deshalb auch ganz weitläufig unter Terrassen-restaurants oder auch Gartenrestaurants
die Orte, an denen man gepflegt draußen, auf einer Terrasse oder in einem Garten, essen kann.
Besonders zauberhaft sind diejenigen, die an den Häfen, direkt an der
Küste oder auf aussichtsreichen Hügeln gelegen sind. Ein Tipp: Wer abends draußen speisen möchte sollte die Temperaturunterschiede
des Tages berücksichtigen. Oft wird es doch kühl - speziell wenn
man den ganzen Tag in der Sonne war. Also: Vorsichtshalber Blazer, Pulli
oder ähnliches mitnehmen. Das gilt besonders für Restaurants in
den Bergen und direkt am Wasser (kühle Brise!)
Wichtig: Der Essrhythmus der Mallorquiner unterscheidet sich von dem in Deutschland
erheblich. Geschlemmt wird mittags zwischen 13.30 Uhr und 17.00 Uhr. Einige
Edelrestaurants bieten mittags Degustationsmenüs an. Abends wird nicht
vor 21.00 Uhr, besser 21.30 Uhr zu Tisch gebeten.
Ausnahme: Die an Hotels angegliederten Gourmettempel, die den Gewohnheiten
der Gäste entgegenkommen und zuweilen ab 20.00 Uhr einen Aperitiv reichen.
Nicht vergessen: Unbedingt vorher reservieren!
Richtiges Verhalten: Sich in einem Restaurant einfach an irgendeinen Tisch zu setzen ist schon
der erste Verstoß gegen die ungeschriebenen Verhaltensregeln. Richtig:
Warten Sie, bis man Sie begrüßt und Ihnen einen Tisch zuweist.
In beliebten und angesagten Restaurants unbedingt vorher reservieren.
Zum Leidwesen der Hundebesitzer dürfen die Vierbeiner grundsätzlich
nicht mitkommen. Ausnahmen (die den großzügigen Gastronomen jedoch
eine Menge Ärger einbringen können) werden schon einmal in Restaurants
mit Terrasse gemacht.
Bezahlen: Die Rechnung ist für so manchen Neuling nicht selten eine (böse) Überraschung:
Denn die Preise in den Speisekarten enthalten oft keine IVA (=Mehrwertsteuer).
Hinzu kommt, dass clevere Ober, vor allem in Touristen-zentren, unsicheren
Gästen oft den "frischen Fisch des Tages" empfehlen. Der
ist dann zwar meistens wirklich frisch, oft aber doppelt so teuer wie der
Teuerste in der Karte.
Zum Glück akzeptieren die meisten Restaurants die gängigen Kreditkarten (Mastercard,
Eurocard, Visa, Diners, American Express).
Auf Mallorca geht die Reihenfolge so: Erst die Rechnung, dann zahlen (hierbei
noch kein Trinkgeld geben!), Wechselgeld oder Kreditkartenbeleg abwarten
und dann erst Trinkgeld geben und z.B. auf dem Porzellanteller liegen lassen.
Sprache: Vor dem Besuch eines einheimischen Restaurants lohnt sich ein Blick in den
Sprachführer. Schon mit ein paar freundlich gestammelten Brocken werden
Sie freundlicher begrüßt, besser platziert, netter bedient, wissen
was Sie bestellen und haben deshalb einfach mehr Spaß. Wer es ganz
genau wissen will, nimmt sich den Essdolmetscher Spanisch mit!